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Markkleeberg Bürgerinitiative fordert Mitsprache
Region Markkleeberg Bürgerinitiative fordert Mitsprache
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17:23 01.03.2010
Idylle an der Südspitze: Die Bürgerinitiative „Stopp Privatisierung am Cospudener See“ hofft, dass das Areal auch künftig ein Naherholungsgebiet bleibt. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Morgen soll dieser Prozess mit einer erweiterten Ausschusssitzung im Rathaus in Gang kommen: ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und damit auch ohne die Initiatoren. „Oberbürgermeister Bernd Klose hat uns im vergangenen Jahr eine Bürgerbeteiligung versprochen. Jetzt will er davon nichts mehr wissen. Das macht uns misstrauisch und besorgt“, erklären BI-Sprecherin Monika Heinrich und ihre Mitstreiterin Gertraud Winkler. Zumal Gerüchte kursieren würden, die besagen, dass erneut Investoren angeklopft hätten. Ihr Ziel hat die BI aber ohnehin nie aus den Augen verloren: „Die gesamte Südspitze des Cospudener Sees inklusive der Landzungen muss als Natur- und Landschaftsareal und damit besonders schützenswerter Bereich ausgewiesen werden.“ Eine Bebauung wäre so langfristig ausgeschlossen.Anfang Dezember hatte sich Heinrich in einem offenen Brief an den SPD-Rathauschef gewandt, ihn in Sachen Flächennutzungsplan gemahnt und gleichzeitig ihre konstruktive Mitarbeit angeboten. „Das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren bietet auch Ihnen die Möglichkeit, Ihre Hinweise und Stellungnahmen einzubringen, die dann, wie die anderer Interessengruppen, durch den Stadtrat zu bewerten und abzuwägen sind“, antwortete Bürgermeister Philipp Staude. Im Rahmen der Auslage des überarbeiteten Flächennutzungsplanes könnte die BI also voraussichtlich im Herbst 2010 ihre Position vorbringen. Aus Heinrichs Sicht zu spät. Sie sagt: „Wir brauchen keinen zweiten Fall Leukel am Cospudener See.“Eingeladen sind am Mittwoch alle 26 Stadträte sowie fachkundige Bürger, die im Auftrag der Fraktionen bereits in verschiedenen Ausschüssen beratend tätig sind. Letztere verdanken ihre Teilnahme übrigens Gertraud Winkler. Wie so oft in den vergangen zwölf Monaten – und trotz Zusagen von Stadt- und Landtagskandidaten im Superwahljahr 2009 – hatte sie auch in der Ratssitzung im Februar wieder an die ausstehende Änderung des Flächennutzungsplanes und die Einbeziehung der BI erinnert.„Wir sind immer an dem Thema drangeblieben und nun, wo die Arbeit endlich beginnt, werden wir ausgeschlossen. Das ist nicht zu begreifen“, sind Heinrich und Winkler entrüstet. Sie fürchten, dass die Stadt weiterhin mit der Ansiedlung von Hotellerie liebäugelt. „Noch gelten die 70 Hektar am Cospudener See in Übereinstimmung mit dem Sanierungsrahmenplan als Untersuchungsgebiet“, begründet Heinrich ihre Unruhe. Aufhorchen ließ sie insbesondere die Äußerung von Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland (TVLNL), die vor dem Stadtrat jüngst ausdrücklich von einem Tourismusgebiet sprach.„Es wird nicht gebaut, und es stehen auch keine Investoren vor der Tür. Dass das Areal ein naturnahes Gebiet wird, ist doch inzwischen eigentlich unstrittig“, betonte indes auf LVZ-Anfrage Bürgermeister Staude. Die Ängste der Bürgerinitiative seien insofern völlig unbegründet.

Ulrike Witt

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