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Markkleeberg Bürgerinititaive "Schutz Cospudener See" übergibt Petition an Landesdirektion
Region Markkleeberg Bürgerinititaive "Schutz Cospudener See" übergibt Petition an Landesdirektion
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11:53 19.05.2010
Monika Heinrich (links) und Silvia Buck-Bar mit den Unterschriften am Pier 1. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Am Montagabend trafen sich deren Aktivisten im Zöbigker Hafen. Zu Gast war Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport in Leipzig (Linke) sowie Sprecher des Grünen Rings.

"In den letzten 14 Tagen haben über 1240 Menschen unsere Petition gegen die Schiffbarmachung des Kurs 1 unterzeichnet und es werden stündlich mehr", berichtete BI-Sprecherin Monika Heinrich. Heute Nachmittag um 16 Uhr sollen diese in der Landesdirektion übergeben werden. Wie berichtet, endet zeitgleich die Abgabefrist für Stellungnahmen zum Schiffbarkeitsverfahren.

"Nach unseren Informationen sind Umweltverbände, aber auch Markkleeberger Stadträte vor Ort", so Heinrich. In einem Offenen Brief hatte die BI die Abgeordneten ebenso wie Mitglieder des Landtages zum Protest aufgerufen. "Unsere Seen und erst recht das Rinnsal Floßgraben vertragen keine wirtschaftlich bedeutende Zahl von Motorbooten. Wir halten die Entwicklung für über- zogen und schädlich für das touristische Gesamtkonzept", heißt es darin. Ganz anders die Landesdirektion, die mit der Deklaration als Wasserstraße "verlässliche Bedingungen für Investoren sowie klare Regeln für Wassersportler" schaffen und damit die "Attraktivität des Neuseenlandes" erhöhen will.

"Die Stadt Leipzig wird in ihrer Stellungnahme Einschränkungen für den Floßgraben fordern", sagte Rosenthal. Dies gehe aber nicht so weit, Motorboote völlig auszuschließen. Genau das fordert Markkleeberg. In der heutigen Stadtratssitzung soll eine entsprechende Erklärung beschlossen werden. "Aus meiner Sicht ist das unrealistisch", meinte Rosenthal. Allerdings rückte er, was die Kapazität der potenziellen Schifffahrtsstraße anbelangt, einiges klar. "Anhand von Verträglichkeitsuntersuchungen gehen wir von maximal 18 Booten pro Stunde aus. Mehr sind allein aufgrund der Schleusen nicht möglich", so Rosenthal. Ebenso würde die Geschwindigkeit durch Verordnungen auf fünf bis zehn Stundenkilometer begrenzt.

"Wir werden das Verfahren nicht durchprügeln. Dazu gibt es keinen Grund", betonte auf Anfrage Heinz Kolb, Sachgebietsleiter Oberflächenwasser in der Landesdirektion. Man arbeite prinzipiell ergebnisoffen.

Ulrike Witt

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