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Markkleeberg Bürgermeinung fürs
Region Markkleeberg Bürgermeinung fürs
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14:45 25.07.2016
Die touristische Erschließung der Seen – hier die Buslinie 107 am Zwenkauer Hafen – ist ein wichtiger Teil des ÖPNV-Konzeptes für den Südraum. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Wo rollt es gut, wo gibt es Nachbesserungsbedarf beim öffentlicher Personennahverkehr im Südraum? Bis Ende des Jahres haben die Bürger noch die Möglichkeit, ihre Meinung zu sagen und sich aktiv an der Entwicklung des ÖPNV-Konzeptes für das südliche Leipziger Neuseenland zu beteiligen.

Wie berichtet, arbeitet der Landkreis seit Januar mit den elf Kommunen Zwenkau, Pegau, Elstertrebnitz, Böhlen, Groitzsch, Rötha/Espenhain, Neukieritzsch, Regis-Breitingen, Großpösna, Kitzscher und Belgershain, Verkehrsunternehmen und -verbänden sowie dem Tourismusverein Leipziger Neuseenland an dem Projekt. Ziel ist die bessere Erschließung des ländlichen Raumes im Alltag und der touristischen Highlights an den Wochenenden und in der Saison. Besonderes Augenmerk soll dabei auf den Markkleeberger, Störmthaler, Cospudener und Zwenkauer See mit der Personenschifffahrt und den Freizeitpark Belantis gelegt werden.

„Mit dem Konzept wollen wir die Weichen für ein zukunftsweisendes ÖPNV-Netz stellen. Deshalb ist es uns besonders wichtig, dass die Bürger einbezogen werden“, erklärt Iris Bode, Sachgebietsleiterin ÖPNV im Landratsamt Borna. Die Analyse sei bereits abgeschlossen, das Anforderungsprofil vom begleitenden Dresdner Ingenieurbüro Köhler und Taubmann vorgelegt worden. Eine erste Zwischenpräsentation hatte es in Zwenkau gegeben. Dort war ein auf drei Ebenen beruhendes Netz vorgeschlagen worden.

Die erste Ebene bildet ein Basisbusnetz, dessen Linien ganzjährig zu immer gleichen Zeiten und auf gleichen Strecken fahren. Damit soll der Alltagsverkehr abgedeckt und die Anbindung an S-Bahn und Regionalzüge geschaffen werden. Die zweite Ebene ist das Bedarfsnetz. Dazu gehören Regionalbuslinien, die montags bis freitags unterwegs sind, vor allem aber der Schülerverkehr. Dritte Ebene soll das touristische Angebot sein, die Linien sollen saisonal und an den Wochenenden die wichtigsten touristischen Ziele untereinander in einer Art Ring verbinden. Hier kommen Leipzig, Markkleeberg und Borna als Ausgangs- und Umsteigepunkte ins Spiel.

Etliche Bürger hätten sich schon im Internet unter www.nahverkehr-neuseenland.de zu Wort gemeldet, so Bode. So seien konkrete Vorschläge für veränderte Linienführungen eingegangen. Kritisiert worden seien die Einstellung der Straßenbahnlinie 9 in Markkleeberg, lange Wartezeiten im Schülerverkehr und die zu langsame Verbindung zwischen Zwenkau und Leipzig. Bewohner von Dreiskau-Muckern wünschten sich Busangebote abends und am Wochenende, Zitzschener Bürger eine Haltestelle im Ortskern.

„Um eine hohe Akzeptanz des ÖPNV-Netzes zu erreichen, setzen wir auf einen Bürgerdialog“, sagt Bode. Demnächst sollen Plakate in allen Kommunen auf das Projekt aufmerksam machen. Zudem werde es Bürgerforen geben. Die nächste Arbeitsberatung ist derweil für Ende August angesetzt. Dann würden der Kreis, der MDV, der Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig, der Tourismusverein und das Ingenieurbüro an einem Tisch sitzen, verriet Bode.

Von Ulrike Witt

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