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Markkleeberg Bunte Strandhütten und viele weitere Ideen für den Cospudener See
Region Markkleeberg Bunte Strandhütten und viele weitere Ideen für den Cospudener See
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07:00 16.08.2016
Quelle: And
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Markkleeberg/Leipzig

Nach 16 Jahren Betrieb soll am Nordstrand des Cospudener Sees eine Qualitätsoffensive starten. Erste Gespräche zwischen Seebetreiber und Stadtverwaltung zu Ideen lassen aufhorchen.

Im Jahr 2000 wurde der See bekanntlich als Expo-Projekt eröffnet. Große Veränderungen gab es seitdem kaum, rundherum machten aber neue Seen mit neuen Angeboten auf – was nicht ohne Folgen auch für die mit gut 500 000 Besuchern jährlich „größte Badewanne“ des Südraums blieb.

Klein, fein: Die Hütten am Hainer See waren binnen weniger Tage vergriffen Quelle: André Kempner

Die Stadt habe an sich selbst und auch an ihn als Seebetreiber den Wunsch nach einer Qualitätsverbesserung herangetragen, so Chris Conrad vom Seebetreiber Pier 1. „Nach so vielen Jahren ist es Zeit für etwas Frisches“, findet auch er. Wie berichtet, arbeitet die Stadt Leipzig seit rund zwei Jahren an einem neuen Verkehrskonzept für den See. Parken, Wege zum See – diese und mehr Fragen werden dort unter anderem bearbeitet.

Conrad selbst schlägt vor, den breiten Strandabschnitt zwischen der Hazienda und der östlich davon, in Richtung Markkleeberg liegenden unbebauten Plattform weiter zu entwickeln. Auf dem Fundament könne eine neue Gastronomie, die auch zum länger Verweilen einlädt, entstehen. Diese solle die Wartezeiten etwa an Wochenenden abbauen, wenn in der Hazienda für Familienfeiern wie Hochzeiten Teile geschlossen sind.

Ganz schön geräumig: Chris Conrad in einer der Strandhütten. Quelle: André Kempner

Aufgereiht an der Seeseite der Dünen zwischen Hazienda und der Plattform schlägt Pier 1 einfache, aber chice Strandhütten vor. Solche gebe es bereits an der Nordsee, in Italien oder Frankreich, aber auch etwa in Cornwall, sagt Conrad. Dort hinein könnte die Leute Surfbrett, Paddel, Strandliegen, Flossen, Neoprenanzug oder Campingstühle stellen, die sie dann nicht mehr vom Parkplatz zum See schleppen müssten. Die mobilen, vandalismussicheren Metallhütten könnten ruckzuck umgesetzt werden, eine jährliche Miete von etwa 1500 Euro werde vermutlich erhoben. Am Hainer See habe er einen Versuch mit einem halben Dutzend Hütten gestartet. „Die waren innerhalb weniger Tage vergriffen“, so Conrad. Am Cossi könne er sich 70 oder 80 vorstellen. Vorteil der bunten, symphatischen Hütten: Sie könnten auch die empfindlichen Dünen am See schützen.

Weitere Ideen für „Cospuden 2.0“: Der Anleger an der Kelchsteinlinie wird ausgebaut, damit auch Kanuten dort anlegen und ihr Boot rausziehen können. Am Strand entstehen einetagige Lagermöglichkeiten für Trendsportgeräte wie Surfbretter oder Kanus. Beach-Volleyball- und -soccer-Feld werden erneuert, der Strandsand mal wieder aufgeschüttet.

Insgesamt ließe sich so neues, auch familiäres Publikum wieder mehr für den See gewinnen, glaubt Conrad. „Wir haben unsere Ideen der Stadt vorgeschlagen, entschieden ist noch nichts“, sagt er.

Von Jörg ter Vehn

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