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Markkleeberg CDU Zwenkau bringt Konzept zur Entwicklung der Ortsteile auf den Tisch
Region Markkleeberg CDU Zwenkau bringt Konzept zur Entwicklung der Ortsteile auf den Tisch
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00:20 14.07.2018
Die Kinder aus Zitzschen weihen mit ihren Eltern und Bürgermeister Holger Schulz (CDU) den neuen Spielplatz an der Kirche in Zitzschen ein. Quelle: Fotos: André Kempner
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Zwenkau

Die CDU-Fraktion im Stadtrat Zwenkau macht sich Gedanken um die Entwicklung der Ortsteile und strebt für sie und ihre Vernetzung mit der Kernstadt eine integrierte Entwicklungskonzeption an. Der Antrag soll in der nächsten Stadtratssitzung erläutert werden.

Die Konzeption, die Alexander Wagner, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, anlässlich des letzten Stammtisches kürzlich vorstellte, umfasst die Bereiche Wohnen, Wirtschaft, Grundversorgung und Infrastruktur. Sie soll acht Jahre lang als Richtlinie für Entscheidungen zur Entwicklung der Stadt und die Arbeit der Verwaltung gelten.

Zwenkau verfolge seit vielen Jahren mit verschiedenen Konzeptionen die Entwicklung der sogenannten Kernstadt. So wurde im letzten Jahr das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) verabschiedet. Dieses Konzept betrachte die Entwicklungsmöglichkeiten aus verschiedenen Blickwinkeln, lasse aber die Entwicklungspotenziale der Ortsteile weitestgehend außer Betracht, bemerkte Wagner.

Erhebliche Entwicklung in den Dörfern

Dabei haben sich die einzelnen Ortsteile in den letzten Jahrzehnten in erheblich weiterentwickelt, bedingt durch infrastrukturelle Anbindung, wirtschaftliche Aktivitäten verschiedener Unternehmen sowie die Entwicklung des Zwenkauer Sees. Die außerhalb der Kernstadt liegenden Flächen machen unter Berücksichtigung der Seefläche rund 60 Prozent aus.

Die Entwicklung schreitet durchaus unterschiedlich voran. Die Attraktivität von Rüssen-Kleinstorkwitz hat durch die Ansiedlung eines großen lebensmittelverarbeitenden Unternehmens und den Bestand an Einrichtungen zur Grundversorgung zugenommen. Großdalzig, Kleindalzig und Tellschütz scheinen diesem Trend nicht zu folgen, weil hier die Einrichtungen der Grundversorgung fehlen. Zitzschen hingegen kann nicht nur mit der Nähe zum Zwenkauer Sees punkten, auch der außerordentlich rührige Kultur- und Heimatverein sorgt für Aufwind. Löbschütz werde, so Wagner, in hohem Maße durch die verkehrliche Situation geprägt.

In Ortsteilen noch viel möglich

Die Entwicklungspotenziale in der Innenstadt sind begrenzt, Flächen für Wohnbebauung und wirtschaftliche Entwicklungen stehen nur noch in einem überschaubaren Umfang zur Verfügung. Eine weitere Verdichtung würde aus verkehrlicher Sicht zu Schwierigkeiten führen, auch könnten sich negative Auswirkungen auf die weitere Lebens- und Wohnqualität ergeben, fürchtet die CDU.

Zusätzlich zum Insek soll nun das Inoek zur integrierten Entwicklungskonzeption für die Ortsteile, das die verschiedenen Entwicklungsrichtungen und -ziele sowie die Berücksichtigung der jeweiligen Besonderheiten erfasst, mit Zeiträumen, geplanten Schritten und Gebieten zur Umsetzung etabliert werden.

Für das Wohnen erscheint die Festlegung künftiger Flächen zur Bebauung mit Ein-, Mehrfamilien- oder Mehrgenerationenhäusern notwendig. Die wirtschaftliche Entwicklung sollte die vorhandenen Möglichkeiten nutzen können, aber auch den Notwendigkeiten und Potenzialen der einzelnen Ortsteile einschließlich der Kernstadt gerecht werden.

Die Grundversorgung in den Ortsteilen soll nicht nur in Bezug auf den Einzelhandel, sondern auch in den Bereichen Bildung und Betreuung, Gesundheit und Pflege sowie Freizeit und Umwelt gesichert und sinnvoll ausgebaut werden.

Zwenkau profitiert von Entwicklung

Für eine Entwicklung der Infrastruktur sind die Verkehrsmöglichkeiten vom öffentlichen Personennahverkehr übers Auto bis zum Fahrrad, die Kommunikationsmöglichkeiten, die Notfallversorgung und die Versorgungsmedien zu berücksichtigen. Damit werde die Stadt Zwenkau als Ganzes und als Lebens- und Arbeitsort von hoher Attraktivität weiterentwickelt.

Die Kosten des Inoek, fordert die CDU, seien durch die Verwaltung unverzüglich festzustellen und in die Haushaltplanung des Jahres 2019 aufzunehmen. Außerdem sollten nach Möglichkeit Fördermittel aus dem Leader-Programm beantragt werden.

Von Gislinde Redepenning

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