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Markkleeberg „Cabrioten“ trotzen siegessicher dem wilden Wasser
Region Markkleeberg „Cabrioten“ trotzen siegessicher dem wilden Wasser
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19:07 14.08.2011
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Dabei hatten alle Teilnehmer die gleichen Startbedingungen: Wer mit einem mehr oder weniger wassertauglichen Fahrzeug ins kühle Nass wollte, durfte das erst wenige Stunden vor dem Startschuss an Ort und Stelle zusammenbauen. Einziges Baumaterial: Dicke Wellpappe und Klebeband sowie viel Farbe.Der gemeinsame Bootsbau war für die Crews eine willkommene Einstimmung  auf den nassen Wettbewerb. Für das Team „Pulpelia 2.0“ war es eine Premiere. „Wir haben vorher sogar ein 1:10-Modell unseres Bootes angefertigt“, verriet Edgar Nowatius. Der 36-Jährige hatte auf der „Werft“ alle Fäden in der Hand. „Ob das Boot aber dann auch wirklich schwimmt, kann niemand sagen. Doch uns geht es hauptsächlich um den Spaß. Wenn wir absaufen sollten, dann saufen wir eben ab.“ Keiner aus seinem sechsköpfigen Team der Werbeagentur ist aktiver Wassersportler, nur ein wenig Paddelerfahrung könne man vorweisen. Eigens fürs Wettkampfboot wurde sogar eine Gallionsfigur entworfen. „Ein Mann mit Gitarre, abgeleitet von der Band Pulp, also Brei. Wir wollen nachher ja nicht als Brei unten im Kanal enden“, so Nowatius. Und wie es sich für Leute aus der Kreativszene gehört, fertigte die Mannschaft auch die passenden T-Shirts direkt vor Ort an.[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_11272]

Eine Plagwitzer Wohngemeinschaft voller Studenten stieg als Team „Kita Buntspecht“ ins Boot. Darunter waren Maschinenbauer, Elekrotechniker, Physiker und Chemiker. „Bei uns sitzt geballtes Fachwissen im Boot, hier ist die Essenz der Wissenschaft konzentriert“, schmunzelte Philipp Nachtigal. Ihre Ritterburg wurde am Computer entworfen, sogar eine 3-D-Zeichnung entstand. Aus den Fehlern vom vorigen Jahr hat das Team gelernt. „Wir haben jetzt den Schwerpunkt mehr nach unten verlagert.“Doch die sorgfältig ausgetüftelte Konstruktion hielt dem unberechenbaren wilden Wasser nicht stand – das Boot der „Kita Buntspecht“ kippte beim Wertungslauf schon im Startbereich um. Ein Schicksal, das auch andere Besatzungen tapfer erduldeten. Laut Reglement muss mindestens ein Stück des Bootes gemeinsam mit einem menschlichen Wesen ins Ziel kommen, das schaffte nicht jeder. Publikumsliebling wurde zweifellos die Besatzung des Transformers. Das Gefährt brach genau in der Mitte auseinander – von „Zwei in einem Boot“ konnte da nicht mehr die Rede sein. Doch einer der beiden Mitfahrer behielt tapfer den Kopf oben und kam mit einem Rest des Schiffbruchs durchs Ziel. Für diesen Einsatz gab es sogar noch einen Sonderpreis. Apropos Ziel – am schnellsten langte dort das Team der „Cabrioten Papppiloten“ an, das eine Zeit von gerade mal 2,03 Minuten brauchte, gefolgt von den Dorfnasen mit 2,06 und den Transformers mit 2,56 Minuten. Den Designpreis sicherte sich „Sportive LE“. Alles in allem schauten sich das Spektakel rund 5000 Besucher an.

Bert Endruszeit

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