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Markkleeberg Café soll nun zur Saison 2015 eröffnet werden
Region Markkleeberg Café soll nun zur Saison 2015 eröffnet werden
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23:53 29.06.2014

Einer der Anziehungspunkte neben der Lanz-Bulldog-Parade war am Samstag- und Sonntagnachmittag das Schloss. Hausherr, Ex-CDU-Bundestagsabgeordneter Manfred Kolbe, lud zu Führungen in das 1693 von Friedrich Statz von Fullen erbaute und seit 2010 in Sanierung befindliche Haus.

"Unser nächstes großes Ziel ist die Eröffnung des Cafés", erklärte Kolbe den Besuchern. Eigentlich sei dies schon für dieses Jahr geplant gewesen. Aber der Innenausbau der drei Räume im Erdgeschoss, zusammen rund 300 Quadratmeter, ist noch nicht abgeschlossen. "Dafür ist es uns vor einem halben Jahr endlich gelungen, im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig ein historisches Foto vom Saal zu finden. Nun können wir uns an die authentische Rekonstruktion machen", berichtete Kolbe. Dazu gehört auch die Suche nach einem Kamin. "Das Original wurde 1956 leider einfach herausgerissen. Ein adäquates klassizistisches Modell zu finden, sei überaus schwierig. "Ich schaue schon ständig bei Ebay und bei Antiquitätenhändlern", verriet Kolbe. Bereits bestellt habe er drei große Spiegel für den Gartensaal. Nach historischem Vorbild würden diese derzeit aus einem speziellen Glas von einer Bautzener Firma angefertigt.

2007 hatte der Naunhofer Notar das Schloss Störmthal gekauft, drei Jahre später die Baugenehmigung erhalten. Von Anfang an war klar, dass die Sanierung nach fast zwei Jahrzehnten Leerstand eine Herkulesaufgabe sein würde. "Die meisten schlaflosen Nächte hat mir die vom Hausschwamm befallene Dachkonstruktion bereitet. Keiner kannte zu Beginn das Ausmaß der Schäden", gestand der 60-Jährige. Inzwischen ist das Dach innen und außen saniert, die Fassade, abgesehen von etlichen Fenstern, so weit wieder hergestellt. "Ich konzentriere mich jetzt erst einmal auf das Erdgeschoss. Alles andere ist Zukunftsmusik. Ob und wie die oberen Etagen genutzt werden, hängt auch von der weiteren Entwicklung des Störmthaler Ortskerns ab", betonte Kolbe. Wie viel er bislang in das Objekt gesteckt hat, wollte er nicht preisgeben. Einziehen will Kolbe in sein Schloss nicht.

"Ich gehe davon aus, dass wir das Café im Gartensaal zum Saisonstart 2015 eröffnen können", sagte der Hausherr am Samstag. Wer die Gastronomie übernehmen wird, sei noch nicht klar. "Wir haben annonciert und auch schon eine Bewerbung vorliegen", so Kolbe. Damit Schloss-Gäste bis dahin nicht auf dem Trockenen sitzen, gibt es seit zwei Monaten einen kleinen Freisitz und einen Eiswagen. Spätestens nächstes Jahr soll das Außengelände noch etwas aufgehübscht werden, versprach Kolbe. Dann werde auch das neue Geländer an der Freitreppe montiert sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.06.2014

Ulrike Witt

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