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Markkleeberg Christliches Gymnasium öffnet im September in Großdeuben
Region Markkleeberg Christliches Gymnasium öffnet im September in Großdeuben
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14:27 19.05.2015
Große Pläne für eine alte Schule haben Martin Landgraf und der neugegründete Schulverein Lernwelten. In der alten Großdeubener POS bauen sie ein Freies Christliches Gymnasium auf. Losgehen soll es mit Schuljahresbeginn 2014/15 und maximal zwei altersgemischten Klassen. Quelle: André Kempner

"Wir wollen eine Schule, die sich an den christlichen Grundwerten orientiert, die reformpädagogischen Ansätzen gegenüber offen ist und in der sich die Elternschaft einbringen kann", sagt Vereinsvorsitzender Martin Landgraf. Insofern werde sich das Freie Gymnasium Großdeuben erheblich von dem Zwenkauer unterscheiden. Bürgermeister Holger Schulz (CDU) war denn auch gar nicht begeistert, als er von den Plänen hörte. Immerhin ist Landgraf im Vorstand der Christlichen Montessori-Ganztagsschule im Zwenkauer Ortsteil Rüssen-Kleinstorkwitz aktiv.

"Wir Eltern haben uns schon länger Gedanken gemacht, was nach der vierten Klasse kommt. Das Freie Gymnasium Zwenkau kam für uns mit dem institutionellen Träger Deutsche Private Finanzakademie nicht in Frage. Zudem stammen über 50 Prozent der Kinder aus Leipzig, näher an die Großstadt zu rücken, ist da sinnvoll", so Landgraf. Nach den guten Erfahrungen in Rüssen hätten sie dann beschlossen, die Sache in die eigenen Hände zu nehmen, aber einen extra Verein zu gründen.

Die leerstehende Großdeubener Schule, die bis zur Wende POS, danach Grundschule und bis 2011 noch als Hort genutzt wurde, sei ein Glücksfall. "Die S-Bahn-Anbindung an Leipzig ist ideal. Wir liegen genau zwischen den Stationen Gaschwitz und Großdeuben und dann hält auch noch die Buslinie 107 nicht weit vom Haus", berichtet Landgraf. 20 Anmeldungen für die altersgemischte 5. und 6. Klasse lägen Schulleiter Martin Seffner bereits vor, weitere seien ob der völlig überlaufenen Freien Schulen in Leipzig und dem Andrang auf die dortigen Gymnasien (die LVZ berichtete) bei dem Standort wahrscheinlich und möglich.

Vergangene Woche konnte der Verein den Kaufvertrag für das Haus in der Schulstraße unterzeichnen. Seit Montag hat Landgraf die Schlüssel. Einfach hat es die Stadt Böhlen dem Verein nicht gemacht: Er muss bestimmte Auflagen einhalten, darf vor allem nicht der Böhlener Oberschule das Wasser abgraben. Dafür ist die Stadt ihm bei der Finanzierung entgegengekommen. Die Kaufsumme von 216 000 Euro wird in den ersten vier Jahren, in denen die Freie Schule zwar eine Anschubfinanzierung in Höhe von 576 000 Euro, aber keine staatliche Förderung erhält, in Raten von 6000 Euro bezahlt, danach erst die Restsumme. "Die Miete müssen wir übers Schulgeld aufbringen", so Landgraf. Mit zirka 200 Euro monatlich sollten Eltern rechnen.

Bis September müssen an dem 1907 erbauten Dreigeschosser noch die Elektrik und die Sanitäranlagen überholt, zudem Brandschutzauflagen erfüllt werden. "Zu Anfang werden wir nur das Erdgeschoss nutzen", sagt Landgraf. Mittelfristig soll das Gymnasium aber zweizügig werden, dann wäre ein Anbau notwendig. "Wir wollen relativ schnell ein ganzes Gymnasium sein, den späten Wechsel in der achten oder neunten Klasse und ein Schleifenjahr für Oberschüler nach der Zehnten anbieten."

Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.lernwelten-schule.de.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.05.2014
Ulrike Witt

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