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Markkleeberg City-Tunnel Auenhain – bitte einsteigen
Region Markkleeberg City-Tunnel Auenhain – bitte einsteigen
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08:36 18.10.2016
Aus der Vogelperspektive: Der Modellbaupark Auenhain besteht seit dem 1. Juni 2003. Anfänglich standen lediglich 240 Meter Gleis zur Verfügung. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

„Sie befinden sich an der Baustelle des City-Tunnels Auenhain“, sagt Frank Wackernagel, Vorsitzender des Modellbauvereins, schmunzelnd. Lange mussten er und seine Mitstreiter darauf warten. Bereits vor zwei Jahren wollte Wackernagel das Areal erweitern. „Ursprünglich sollten unsere Lokomotiven runter zum Kanupark fahren. Dort war eine Haltestelle geplant“, berichtet er. Der Flächennutzungsplan der Stadt machte ihm einen Strich durch die Rechnung. „Die Südböschung ist als Grünfläche ausgewiesen, darf nicht bebaut werden, und westlich soll ein Aussichtspunkt mit Blickrichtung Bergbau-Technik-Park entstehen“, weiß Wackernagel. Anfangs enttäuscht, ließ er sich nicht unterkriegen. „Ich denke, wir haben inzwischen eine interessante Variante gefunden“, meint er.

Gegenfahrten, etliche Stationen und der besagte Tunnel bieten perspektivisch ganz neue Möglichkeiten. Knapp 15 Minuten können Gäste dann mit schnaufenden Dampfloks durchs Grün tuckern. „Wir krempeln den ganzen Park um“, verspricht Wackernagel, der den Nordwesten kurzerhand zum Sanierungsgebiet erklärt hat. Das Kartenhäuschen, welches einst am Völkerschlachtdenkmal stand, hat bereits einen neuen Anstrich. Zudem entstehen moderne Sanitäranlagen, damit die Zeit der Dixi-Klos bald der Vergangenheit angehört. Überholt werden soll auch der einzige Zug in Originalgröße aus den 60er Jahren und die Garage. Nicht ins Baupaket gehört der Lokschuppen, der zwar „fast aus allen Nähten platzt“, wie Wackernagel sagt, aber erst später an der Reihe ist.

Mitte April haben die Arbeiten begonnen. Im Juni 2013, pünktlich zum zehnjährigen Bestehen, sollen sie abgeschlossen werden. „Natürlich klingt das sehr lang“, sagt Wackernagel. Doch in der Miniaturwelt sei auch die Bautechnik einige Nummern kleiner und viel Handarbeit vonnöten. „Unsere zwei Angestellten und die Vereinsmitglieder stemmen das Vorhaben“, so Wackernagel. Über tatkräftige Unterstützung würde er sich daher „riesig freuen“.

Während beim City-Tunnel Fördergelder in Größenordnungen fließen, müssen die Markkleeberger ohne fremde Hilfe auskommen. „Schon beim Material rechnen wir mit 20 000 Euro, die immense Arbeitsleistung kann ich gar nicht beziffern“, erläutert der Modellbaupark-Chef. Schon jetzt stecken im „Hauptbauwerk Tunnel“ 600 Stunden und drei Tonnen Zement.

Gebaut wird bei vollem Betrieb. „Klar haben wir für unsere Fans trotzdem geöffnet“, betont Wackernagel. In den Ferien mittwochs bis sonntags von 10  bis 18 Uhr. Der nächste Höhepunkt wird am 21. August das Lichterfest sein. Für den Sommer 2010 wünscht sich Wackernagel „wechselhaftes Wetter“. Wenn es zu heiß sei, gingen die Leute lieber baden, begründet er seine Vorliebe für kühle Tage. Im vergangenen Jahr kamen fast 30 000 Besucher nach Auenhain.

Ulrike Witt

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