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Markkleeberg Countdown im Zwenkauer Kulturkino – Sanierung vor Abschluss
Region Markkleeberg Countdown im Zwenkauer Kulturkino – Sanierung vor Abschluss
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09:51 27.02.2017
Das Zwenkauer Kulturkino erwacht zu neuem Glanz: Ahmed Al Mohammed und Harald Wüste (r.) schleifen auf dem Rang das Parkett ab. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

In gut drei Wochen soll das Kulturkino nach fast zwei Jahren Sanierung wiedereröffnet werden. Politiker und Sponsoren sind längst eingeladen, der Termin für die große Bürgerparty mit Film und Live-Musik am 25. März steht. Beim Blick ins Haus kommen indes Zweifel. Noch immer wird an allen Ecken und Enden gearbeitet, liegen Staub und Dreck zentimeterhoch.

„Wir schaffen das“, gibt sich Steffen Wieser, Vorsitzender der Kulturinitiative Zwenkau, am Samstag beim Arbeitseinsatz siegessicher. Der Mann hat Mut, aber auch viele fleißige Helfer. Seit Wochen packen die Vereinsmitglieder jeden Dienstag- und Donnerstagabend an, samstags werden sie von weiteren Freiwilligen unterstützt. Diesmal sind es rund 20 Leute: Auf dem Rang wird das Parkett abgeschliffen, im Saal werden die Wände, im Foyer die Lichtsegel gestrichen.

„Komplett fertig ist noch kein Raum“, gesteht Wieser, „aber es geht mit Riesenschritten voran.“ Im Saal komme heute der Bühnenvorhang mit Schiene und Motor dran. Ein wichtiges Stück Kino kehrt damit zurück. In den Toiletten werden derweil die Fliesen verfugt, diese Woche sollen WCs und Waschbecken folgen. Draußen im Garten schleppen die Männer ausgediente Türen, Holzplatten, Eimer und altes Kinogestühl zum Container. „Der Elektroschrott kommt separat ins Auto“, ruft Wieser den anderen zu.

Ab Montag ist der TÜV für die Abnahme der technischen Anlagen wie Lüftung, Brandschutzmelder und Notbeleuchtung in dem denkmalgeschützten Haus. Wieder ein Schritt im Wiedereröffnungs-Countdown. Geliefert werden soll auch die neue Bestuhlung für den Saal. 250 Stühle finanziert mit zwei großen und unzähligen kleinen Spenden, laut Schatzmeister Gerhard Sender insgesamt über 35 000 Euro. Wie berichtet, hatte die Kulturinitiative unter dem Motto „13 Jahre Plastikstühle sind genug“ Bürger und Unternehmen 2016 noch einmal um Hilfe gebeten. Denn die Ausstattung ist nicht Teil der Stadtumbau-Ost-Förderung.

Das Budget belastet Wieser derzeit mehr als die Baustelle. „780 000 Euro werden nicht ganz reichen“, gesteht er. Und da ist schon ein Nachschlag von rund 120 000 Euro drin. Den hatte der Stadtrat vergangenes Jahr gewährt. Nun muss wieder nachverhandelt werden. Dabei mache der Verein, um Kosten zu sparen, jetzt alles nur noch in Eigenleistung, betont Wieser. Vor 14 Jahren hatte sich die Kulturinitiative gegründet, um das Haus als Kulturstätte zu retten. Seither sind rund eine Million Euro und zahllose Stunden investiert worden.

Eine finanzielle Lösung braucht es auch für den künftigen Kulturbetrieb. „Allein mit Ehrenamtlichen ist der nicht zu stemmen“, erneuert Wieser seinen Appell in Richtung Rathaus. Nach der Eröffnungsparty werde sich die Kulturinitiative erst einmal auf Filmabende und die Vermietung konzentrieren. Alles andere komme später. „Im Moment steht nur die Wiedereröffnung im Fokus. Für mehr hat keiner einen Kopf“, sagt er.

Von Ulrike Witt

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