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Markkleeberg Cröbernteich Güldengossa: Idyll mit Pflegebedarf
Region Markkleeberg Cröbernteich Güldengossa: Idyll mit Pflegebedarf
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13:00 07.07.2017
Meist ruhig, aber im Hochwasserfall wichtig: Jens Götz am Cröbernbach in Güldengossa. Quelle: Foto: Andre Kempner
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Grosspösna

Nur Eingeweihte finden den idyllischen Cröbernteich in Güldengossa. Und die Männer des Zweckverbandes Parthenaue, die wie gerade jetzt das Gewässer wegen des Hochwasserschutzes regelmäßig pflegen.

In Güldengossa sei der Cröbernbach fast komplett verrohrt, erzählt Jens Götze vom Zweckverband Parthenaue. Nur am Schloss durchströme der Bach offen die beiden Teiche, die aber für den Hochwasserschutz keine Rolle spielten. Ansonsten würden nur Schachtdeckel an den Bach erinnern.

Dabei spiele er für die Entwässerung der gesamten umliegenden Felder eine große Rolle. Aus Störmthal kommend seien die Felddrainagen in den Bach eingebunden und die Lage der Felder mache klar: Bei einem Starkregen drücke erstmal alles in den Cröbernbach.

Wohl auch deshalb haben die Tagebausanierer der LMBV den Cröbernteich mit seinem Ablauf zum Störmthaler See sehr großzügig bemessen. Den 250 Meter langen tiefen Graben in Richtung See haben Götz’s Männer in den vergangenen Tagen bereits freigeschnitten, am gestrigen Donnerstag kamen Ab- und Zuläufe nahe dem rund 200 Meter langen und 60 Meter breiten Teich an die Reihe. „Wir sind zwei bis dreimal im Jahr hier bei der Pflege“, erzählt Götz. Die mechanischen Teile der Schieber würden zudem einmal im Jahr getestet und geschmiert. Rund 1,50 Meter hoch sei die Staulamelle im Teich. „Aber bevor der Teich überläuft, öffnet sich der Auslass zum See“, erläutert er das System.

Meist würden die Güldengossaer von ihren Arbeiten nicht mal etwas mitbekommen. Dabei sei es extrem wichtig, den Bach durchgängig zu halten, erläutert Götz und kann von Beispielen lokaler Hochwässer nach Starkregenfällen erzählen, die nur wegen zugewachsener Gräben bis in die Häuser zurückdrückten.

In Güldengossa sei daher auch vor ein paar Wochen das Rohr des Baches gespült und mit einer Spezialkamera befahren worden, erklärt er. Ziel sei es gewesen, den Zustand genau zu untersuchen, Schäden zu entdecken, aber auch noch unbekannte Einleiter. Die Aufnahmen würden aktuell noch vom beauftragten Büro ausgewertet, Götz rechnet mit Ergebnissen demnächst.

Der Zweckverband Parthenaue pflegt mit fünf Mitarbeitern rund 70 Kilometer so genannter „Gewässer zweiter Ordnung“ wie den Cröbernbach.

Von Jörg ter Vehn

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