Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg DRK-Wasserwacht rüstet sich mit eigener Jugendgruppe für die Zukunft
Region Markkleeberg DRK-Wasserwacht rüstet sich mit eigener Jugendgruppe für die Zukunft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 29.07.2016
Training im Waldbad Zwenkau: Steffen Rietzschel, Martin Reinhold und Frank Conrad (v.r.) von der DRK-Wasserwacht demonstrieren den Erstfall. Quelle: André Kempner
Anzeige
Zwenkau

Ein Sommertag im Waldbad Zwenkau: Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche und Senioren genießen Sonne und Wasser. Dass sie das unbeschwert tun können, dafür sorgen die Männer der DRK-Wasserwacht – und das im Ehrenamt. Sie haben jederzeit ein Auge auf die Badenden im 50-Meter-Becken.

„Kritische Situationen hat es hier in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Höchstens mal eine Schürfwunde, weil jemand zu schnell am Beckenrand unterwegs war“, sagt Steffen Rietzschel, Ortsgruppenleiter der DRK-Wasserwacht Zwenkau und einer von zwei Schwimmmeistern im traditionsreichen Waldbad. Jeden Donnerstagabend trainiert er mit den Mitgliedern der Wasserwacht für den Ernstfall. Aktuell gehören zehn Erwachsene zu seinem Team.

„Es könnten mehr Leute sein. Wir machen das ja alles ehrenamtlich. Deshalb freuen wir uns auch über jeden Neuzugang. Wir sind ja nicht nur im Waldbad im Einsatz, sondern unterstützen auch andere Wasserwacht-Ortsvereine zum Beispiel die Markkleeberger“, erklärt Rietzschel. So seien sie regelmäßig bei Sport- und Freizeitveranstaltungen am Markkleeberger See, insbesondere im Kanupark, aktiv, leisteten aber auch Unterstützung bei Regatten und anderen Events in Leipzig. Im Gegenzug würden die Markkleeberger und Leipziger mit ihren Booten in Zwenkau helfen.

Vor der Haustür am Zwenkauer See sind die Rettungsschwimmer indes nur beim Hafenfest und bei den Beach-Days. Der offiziell ausgewiesene Badestrand gleich neben dem Stadthafen ist genauso unbewacht wie all die kleinen und größeren Badestellen rund um den See. „Wer dort ins Wasser geht, macht das auf eigenes Risiko. Familien mit Kindern würde ich davon abraten“, sagt Rietzschel.

Das Problem: Sicherheit kostet Geld. Der Seebetreiber – in Zwenkau die Stadt – müsste für Personal, Ausrüstung und Wartung zahlen. Einen Bewachungsvertrag zwischen Stadt und DRK gebe es bis dato aber nur für das Waldbad, sagt Rietzschel. Und an den anderen Seen im Südraum sieht die Situation nicht anders aus. Auch am Markkleeberger, Störmthaler und Cospudener See baden Tausende auf eigene Gefahr. Marcel Knabe, Kreisvorsitzender der DRK-Wasserwacht, sagt: „Es gab mit den Städten Zwenkau und Markkleeberg Gespräche. Auf der einen Seite ist allen klar, wie wichtig die Bewachung der Strände ist, auf der anderen Seite weiß keiner, wie es bezahlt werden soll.“ Pro Saison müssten 10 000 Euro pro See eingeplant werden. „Bei der angespannten Haushaltslage in den Kommunen wird eben zuerst an den freiwilligen Leistungen gespart“, weiß Knabe.

Die DRK-Wasserwacht Zwenkau rüstet sich nichtsdestotrotz für die Zukunft. „Wir haben dieses Jahr eine Jugendgruppe gegründet und freuen uns, dass viele Kinder Interesse haben“, verrät Rietzschel. Jugendwart Martin Reinhold habe bereits einen festen Stamm, alle zwischen acht und 14 Jahre, um sich geschart. „Trainiert wird jeden zweiten Donnerstag von 17 bis 18.30 Uhr im Waldbad“, sagt Reinhold. Voraussetzung sei, dass die Kinder schwimmen können, also mindestens das Seepferdchen haben. „Wir fangen nicht bei Null an. Bei uns steht das spielerische Lernen und die Gruppendynamik im Vordergrund“, erläutert er.

Rietzschel hofft derweil, dass auch der ein oder andere Erwachsene zur DRK-Wasserwacht stößt und das aktuell aktive Team verstärkt. „Interessierte können bei uns auch gern die Ausbildung zum Rettungsschwimmer absolvieren“, sagt er. Treffpunkt ist donnerstags um 19 Uhr im Waldbad. Weitere Infos gibt es von Rietzschel unter Tel. 034203 52149.

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Leipzigs Flüsse und Kanäle sind bei Wassersportlern und Touristen beliebt. Motorboote dürfen hier jedoch auch künftig nur mit einer Sondergenehmigung unterwegs sein. Das entschied jetzt die Landesdirektion und stoppte damit Pläne zu einer Lockerung der bisherigen Regeln.

28.07.2016

Im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg ist nur noch bis Sonntag der „Paukenschlag der Moderne“ zu hören und vor allem zu sehen. Fotokunst klassischer Natur und eine gesellschaftskritisch-lustige Schau von Malersohn Albrecht Tübke runden bis zum Jahresende das Programm ab.

28.07.2016

Das Laurentiusfest wird 25 – ein guter Grund zum Feiern, finden die Zwenkauer. Keine Frage, dass das Programmpaket – geschnürt von der Stadt und den Vereinen – für die große Sause Mitte August im Waldbad längst steht.

28.07.2016
Anzeige