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Markkleeberg Dabei sein ist alles beim Laurentiusfest in Zwenkau
Region Markkleeberg Dabei sein ist alles beim Laurentiusfest in Zwenkau
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17:12 12.08.2012
Voller Tatendrang: Noch schaut Bürgermeister Holger Schulz optimistisch. Ein Schlag später bricht der Hahn ab. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

„Wer miteinander feiert, der hat auch die Kraft schwierige Aufgaben miteinander zu bewältigen.“ Mit diesen Worten begrüßte die evangelische Pfarrerin Barbara Hüneburg am Freitagabend die Gemeinde beim traditionellen ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in der Laurentiuskirche. Sie erinnerte an den Heiligen Laurentius – Zwenkaus Stadtpatron –, der stellvertretend für die Menschen stehe, die sich couragiert für andere einsetzen. Dass nicht nur geistige Getränke, sondern bisweilen auch geistliche Reden Flügel verleihen, bewies der katholische Pfarrer Thomas Schorcht: Er machte die Organisatoren des Laurentiusfestes kurzerhand zu Engeln. Da strahlte nicht nur Hauptamtsleiter Dirk Schewitzer.

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Zu großen Taten beflügelt schien auch Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Beim Fassbier-Anstich im Waldbad haute er den Hammer beim ersten Schlag so kraftvoll gegen den Plastik-Zapfhahn, dass ein Teil abbrach und der erste Liter auf den Tanzboden statt in die Kehlen der Besucher rann. Aber Ersatz war schnell beschafft und der zweite Versuch gelang. „So was ist mir noch nie passiert“, versicherte Schulz und meinte: „Hauptsache es schmeckt.“

Ob es am nächtlichen Bier und der umjubelten ME’Six-Geburtstagsparty oder an den Ferien lag – am Samstag hielten es die Zwenkauer beim Städtewettbewerb von EnviaM und Mitgas mit dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“. Schon vor dem Start hatten die Mitarbeiter der Stadt ob der geringen Anmeldezahl Sorgenfalten auf der Stirn. Rathauschef Schulz trat dennoch um 12 Uhr beherzt in die Pedalen. „Wir hätten die 12 000 Euro Siegprämie gern – am besten fürs Geländer an der Rollstuhlrampe am Kulturkino“, verkündete er. Schewitzer löste ihn ab und hatte am Ende sogar zwei Minuten und etliche Meter mehr auf seinem Konto.

„Ich bin kaputt, aber meine Leistung war ganz ordentlich“, fand Schulz. Immerhin hatte er noch drei Wissensfragen beantwortet. Die von Oschatz vorgelegten 287,342 Kilometer blieben für Zwenkau indes unerreichbar. Nach sechs Stunden standen für die 144 Radler 233,683 Kilometer zu Buche. Das bedeutet nach 18 von 33 Stationen des neunten Städtewettbewerbs vorerst Rang 17. Die 90 Kinder auf dem kleinen Ergometer packten beim Kampf ums erstmals ausgelobte Weiße Trikot 116,174 Kilometer. Bei der Premiere im vergangenen Jahr hatten die Zwenkauer den zwölften Platz erradelt und sich vorgenommen, diesmal unter die Top Zehn zu kommen. Die Enttäuschung hielt sich dennoch in Grenzen.

Wieder zu Kräften gekommen, gaben die Zwenkauer am Sonntagnachmittag beim ersten Drachenboot-Cup alles. Der Modus: Je zwei Mannschaften á acht Personen paddeln maximal anderthalb Minuten gegeneinander. Das garantierte Spaß für die sieben Teams und das Publikum am Beckenrand. Am Ende hatte die SG Blau-Weiß die Nase vor. Die Stadtverwaltung holte den zweiten, Germania Zwenkau den dritten Platz. Knapp am Podest vorbei schrammten die Veranstalter des Wettbewerbs – der Kanuverein. Nach einem „gelungenen Festwochenende“ meinte Bürgermeister Schulz: „Das Laurentiusfest ist eine feste Größe. Es gehört zu Zwenkau und so soll es auch bleiben.“

Ulrike Witt

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