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"Das Gehirn merkt sich Bilder besser als Daten"

"Das Gehirn merkt sich Bilder besser als Daten"

Großpösna. Das Gehirn ist dafür ausgelegt, Höchstleistungen zu vollbringen. Doch in Zeiten von Smartphones mit Notizfunktionen, digitalen Kalendern und Handy-Telefonbüchern verkümmert die Merkfähigkeit deutlich.

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Helena Schwaab bringt Grundschülern im Bürger- und Vereinshaus Methoden bei, wie sie sich anhand von Bildern Dinge besser merken können.

Quelle: André Kempner

Termine werden aufgeschrieben, Namen notiert, selbst das, was im Kühlschrank fehlt, wird zu Papier gebracht. Doch nicht nur im Alltag ist es hilfreich, sich Dinge besser merken zu können, auch in der Schule und am Arbeitsplatz kann ein auf Hochtouren laufendes Gehirn gute Dienste leisten. Wie das klappt, hat die Gedächtnistrainerin Helena Schwaab gestern Kindern, Lehrern und Eltern in Großpösna erklärt. Dabei stützt sie sich nicht auf vollkommen neue Methoden, sondern auf Techniken, die bereits die alten Griechen beherrschten.

Eine gute Variante, sich zum Beispiel Einkaufslisten zu merken, ist die Tempel-Technik. Lebensmittel, Spielzeug und Drogerie-Artikel werden bestimmten Punkten in einem Raum zugeordnet. Da wird die grüne Turnmatte in der Mehrzweckhalle in Großpösna zur Gurke, die gekauft werden muss, das Fluchtwegschild zur Vanille, "weil das Männchen auf dem Schild wie einer der Sieben Zwerge aussieht und die alle so gerne Vanillesoße essen", macht Schwaab daraus ein Bild, das sich merken lässt.

Vor allem die Dritt- und Viertklässler der Grundschule hatten an der Methode sichtlich Spaß, immerhin wuchsen dadurch plötzlich Orangenbäume im Rittergut und auf dem Tisch (ein weiterer Punkt der Umgebung), machte es sich ein Kuscheltier gemütlich, das noch als Geburtstagsgeschenk zu besorgen ist. "Das Gehirn merkt sich Bilder deutlich besser und länger", erklärt Schwaab, die beim Gedächtnistrainer Gregor Staub gelernt hat. Auf die Punkte lasse sich alles legen, ergänzt sie. Egal ob das afrikanische Länder seien, deutsche Flüsse oder Waldfunktionen.

Auch Zahlen, selbst zehnstellig, können sich Kinder und Erwachsene innerhalb kürzester Zeit merken, wenn sie den Zahlen Bilder geben und daraus Geschichten machen. "Die Eins ist ein Baum, weil sie so aussieht, die Zwei eine Lampe, weil sie hell und dunkel sein kann, die drei ein Hocker, weil er drei Beine hat", zählt Schwaab auf.

"Kindern fällt es wegen der zunehmenden Reizüberflutung immer schwerer, sich Dinge zu merken", weiß die Leiterin der Grundschule, Sibylle Jaszovics. Allein mit einer Stunde Gedächtnistraining sei es nicht getan. "Auch die Methoden müssen immer wieder trainiert werden, das ist dann unsere Aufgabe, die Techniken im Unterricht anzuwenden." Das Interesse jedenfalls ist groß, Lehrer aus acht Schulen waren gestern in Großpösna.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2014
Julia Tonne

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