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Markkleeberg „Das Geschaffene ist die Grundsubstanz“
Region Markkleeberg „Das Geschaffene ist die Grundsubstanz“
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08:28 18.10.2016
Ein Ziel des Vereins Bergbau-Technik-Park ist die Begehbarmachung des Schaufelradbaggers. Quelle: Andr Kempner

Obwohl der Park bereits seit Ostern für die Besucher geöffnet ist, gab es gestern noch eine Feierstunde „für die vielen Geburtshelfer“, wie es der Vereinsvorsitzende des Bergbau-Technik-Parks, Gerald Riedel, beschrieb. Und derer gab es viele. Von der Gemeinde Großpösna über die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) bis hin zur Mibrag, die dem Verein den original erhaltenen Absetzer überließ.

„Der Park ist aber auch eine Gemeinschaftsarbeit von vielen privaten Menschen sowie zahlreichen Firmen und Unternehmen“, sagte Mahmut Kuyumcu, Vorsitzender Geschäftsführer der LMBV. Für ihn ist der Park, deutlich sichtbar von der Autobahn aus, „eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, die der Landschaft ein einmaliges Attribut“ verleiht. Der Park sei nicht dafür da, um in der Geschichte zu verweilen, sondern werde dem Motto „keine Zukunft ohne Vergangenheit“ gerecht.

Für Gabriela Lantzsch, Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna, ist der Park vor allem ein „Leuchtturm“. Sie hofft, mit ihm die Verweildauer von Touristen deutlich zu verlängern. Auch Kuyumcu erwartet bedeutende Impulse für die Wirtschaft und die Kultur in der Region.

Ein Ende der Entwicklung des Parks ist für Riedel jedoch noch lange nicht in Sicht: „Wir müssen noch mächtig an der Kurbel drehen, das bisher Geschaffene ist lediglich die Grundsubstanz.“ So stünde in den kommenden Monaten die Grundsanierung des Abraumwagens, der Weichenposten und des Kohlewagens an. Auch die Kaverne, ein unterirdischer Stollen, müsse noch ausstaffiert werden, damit dort später einmal Feiern möglich sind. Hier fehlen das Mobiliar, die Holzverkleidungen und Schienen, die die Fahrt in den Stollen symbolisieren sollen. „Außerdem wollen wir nach wie vor den Schaufelradbagger begehbar machen“, erklärte Riedel. Zwar sei dieser mittlerweile vom Berg- ins Baurecht überführt worden, doch die Umsetzung erfordere lange Zeit. Mit mindestens drei Jahren rechnet der Vereinsvorsitzende. Und Peter Krümmel, Vizechef des Vereins, hat noch einen Traum: „Eines Tages werden wir mit einem Kohlewagen vom Leipziger Hauptbahnhof bis hierher fahren können“. Krümmel bedankte sich gestern auch standesgemäß mit Pokalen in Form von Braunkohle bei den vielen Förderern. Einer von den Geehrten war Riedel selbst, „ohne dessen Flausen das alles hier nicht umsetzbar gewesen wäre“. Auch Lantzsch und Kuyumcu dürfen ihren Schreibtisch nun mit einer Kohle schmücken.

Geöffnet ist der Bergbau-Technik-Park im Juli und August donnerstags und freitags von 10 bis 16 Uhr, sonnabends bis 18 und sonntags bis 17 Uhr, danach bis zum 31. Oktober an den Wochenenden bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro.

Julia Tonne

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