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Markkleeberg "Das Schiff soll an Land stationiert sein"
Region Markkleeberg "Das Schiff soll an Land stationiert sein"
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19:31 13.07.2010
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Nur ein Damm trennt die Kirche von ihrem späteren Ankerplatz. Gelingt es nicht, die Erde per Schwimmbagger zu beseitigen, müsste ein Jahr lang auf das Steigen des Wasserpegels gewartet werden. Was danach passieren soll, verrät der Betreiber Rüdiger Pusch, Geschäftsführer des Krystallpalast Varieté.

Frage: Sind Sie als künftiger Betreiber eingebunden in die Planungen?

Rüdiger Pusch: Wir sind in engem Kontakt mit der Bürgermeisterin und dem Hauptamtsleiter. Sobald ein Zeitplan da ist, werden wir uns einschalten.

Sie setzen doch aber vor allem auf die Sommermonate?

Klar, die Vineta wird von Ende April bis Ende Oktober ihre Hauptsaison erleben, wenn das Wetter für Veranstaltungen geeignet ist. Wir könnten auch kurzfristig Events auf die Beine stellen. Es sind aber noch technische Probleme wie die Entsorgung, der Betrieb mit Strom und Wasser zu klären. Wir werden uns Vineta in der zweiten Augusthälfte mit den Planern ansehen. Voll in Betrieb wird sie erst im Frühjahr 2011 gehen.

Gehobene Gastronomie ist geplant. Wie wollen Sie Vineta lokal verankern?

Es wird auf jeden Fall öffentliche Veranstaltungen geben. Gehobene Gastronomie muss nicht exorbitant teuer sein. Es sind dem Anlass entsprechende Preise geplant: Die Lesung wird preiswerter als das Firmenevent.

Um das zu realisieren, soll ein Schiff neben die Vineta gestellt werden?

Ja, wir sind momentan auf der Suche danach. Es soll für 100 bis 200 Personen ausgelegt sein.

Wie verändert das Schiff Vineta?

Es macht das Projekt teurer. Das Schiff muss Menschen beherbergen und es werden einige technische Herausforderungen zu meistern sein wie die Anlegestelle zum Beispiel. Zudem steht der See bis 2012 noch unter Bergrecht. Das Schiff soll an Land stationiert sein und als Zubringer für Veranstaltungen fungieren. Die freie Sicht auf die Vineta mit dem herausragenden Kirchenturm als Erinnerung an die verschwundenen Orte bleibt gewährleistet.

Als Ihnen im Gemeinderat jemand vorwarf, Ihnen fehle das Besondere im Konzept, haben Sie ein Wasserkino ins Spiel gebracht. Kommt das?

Es ist schon eine konkrete Idee. Aber da ist Vieles in der Umsetzung zu beachten. Man könnte verschiedene Ruderboote zur Verfügung stellen, die wie im Autokino an ihre Plätze gebracht werden. Jedes Boot hätte dann einen eigenen Lautsprecher. Das hätte den Vorteil, dass die Beschallung minimiert wird.

Es gab ein Dutzend Interessenten, aber nur Sie haben sich als Betreiber beworben. Welches Risiko gehen Sie ein?

Von den wirtschaftlichen Zahlen, die zu erwarten sind, begibt man sich auf dünnes Eis, weil die Kapazität für das, was wir investieren müssen – 35 Plätze und ein Schiff für vielleicht 100 Personen – gering ist angesichts der Kosten. Wir wollen damit unser Sommerloch kompensieren. Uns reizt das Besondere des Projektes sowie das Wissen, dass da noch eine ganze Menge entstehen wird.

Wie gehen Sie weiter vor?

Wir warten auf das zweite Gutachten, um die Wassergenehmigung für unser Amphibienfahrzeug zu erlangen.

Warum ist Ihnen diese so wichtig?

Das Amphibienfahrzeug war für die erste Zeit als Zubringer für die Vineta gedacht. Statt in der Eile einen Steg zusammenzuschustern, wollen wir die Gäste mit dem Amphibienfahrzeug transportieren.

Es gibt Stimmen, die das als zu militärisch kritisieren.

Was gibt es Besseres, als ehemaliges Militärgerät wie den Truppentransporter jetzt für touristische Zwecke zu nutzen? Ich sehe das entspannt. Für mich ist es ein Oldtimer. Wie jeder andere auch braucht er etwas mehr Benzin. Aber wir fahren nur an zwei Wochenenden im Monat.

Kendra Reinhardt

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