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Markkleeberg "Das war mein schönstes Geschenk"
Region Markkleeberg "Das war mein schönstes Geschenk"
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15:10 19.05.2015
Hat den Blick fürs Detail: Hartmut Erdmann mit einer Auswahl seiner in den letzten Jahren entstandenen Bilder. Quelle: André Kempner

Über die Jahre sind unzählige Bilder zusammengekommen. Den Fundus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, auf die Idee kamen aber erst seine beiden Töchter. Sie gingen ins Rathaus und fragten, ob es nicht möglich sei, Vaters Werke anlässlich seines 60. Geburtstages in einer der regelmäßigen Ausstellungen zu zeigen.

"Das war mein schönstes Geschenk", gesteht Erdmann strahlend, auch wenn er ob der zahlreichen Anmeldungen über ein Jahr warten musste. "Eigentlich bin ich nicht der Typ, der sich so öffentlich präsentiert. Es hat mich wirklich Überwindung gekostet", sagt der Elektroingenieur, der 36 Jahre bei der Stadtbeleuchtung Leipzig gearbeitet hat. Inzwischen habe er aber so viel positive Resonanz erfahren, dass er der Stadt und seinen Töchtern überaus dankbar sei.

Beim Rundgang erzählt er, wie alles angefangen hat. "Mein älterer Bruder hat mir als Jugendlicher die Grundlagen der Fotografie beigebracht." Später war er Mitglied eines Fotozirkels. Viel Zeit fürs Hobby habe er aber erst jetzt im Unruhestand. Und die Fotografie ist nicht sein einziges Hobby. Erdmann ist auch bekennender Kleingärtner. Angetan haben es ihm vor allem Landschaften und die Architektur. "Beides zu fotografieren, ist ein bisschen wie angeln. Man hat seine Ruhe und ist mit dem Motiv auf eine gewisse Art allein. Porträts kommen für mich deshalb nur im familiären Kreis infrage. Genehmigungen einzuholen, das ist mir zu umständlich", erklärt er.

Im Rathausfoyer zeigt Erdmann, was er am liebsten vor der Linse hat: Markkleeberg mit dem Agra-Park, seinen beiden Seen und der Neuen Harth. Und das zu allen Jahreszeiten. "Eigentlich sind das alles Motive, die jeder sehen kann, aber man muss sie eben sehen", sagt der Hobbyfotograf mit dem Blick fürs Detail. In der ersten Etage hängen ausschließlich am PC bearbeitete Bilder, teilweise so stark verfremdet, dass das Original gar nicht mehr erkennbar ist. "Für solche Spielereien sitze ich schon mal ein, zwei Abende vorm Computer", verrät Erdmann.

Eine Überraschung hat der Markkleeberger für unseren LVZ-Fotografen André Kempner, als der wie immer im Laufschritt ins Rathaus stürzt: Eine Collage, der man getrost den Titel "Kempi in Aktion" geben darf. "Seit ungefähr sechs Jahren drücke ich immer auf den Auslöser, wenn ich ihn bei der Arbeit sehe. Die Fülle an Terminen, die der Mann bewältigt, fasziniert mich einfach", sagt Erdmann. Seine Sorge, das Geschenk könne nicht ankommen, erweist sich als unbegründet. Kempi strahlt übers ganze Gesicht, sucht in Gedanken schon einen Ehrenplatz und will demnächst mit Erdmann bei einem Tässchen Kaffee fachsimpeln.

Die Ausstellung im Rathaus ist bis zum 20. Dezember zu sehen. Die Arbeiten im Foyer täglich, die in der ersten Etage zu den Öffnungszeiten der Verwaltung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2013
Ulrike Witt

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