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Markkleeberg Das zweite Leben der Filterbrunnen
Region Markkleeberg Das zweite Leben der Filterbrunnen
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13:48 19.05.2015

Zu Dutzenden waren früher die Filterbrunnen-Rohre am See bis zu hundert Meter tief in die Erde gebohrt worden. Durch die porösen Wände war das Wasser gesickert und konnte abgepumpt werden, um den Tagebau zu entwässern und die Kohle abbaggern zu können.

Inzwischen bildet das Tagebauloch den Störmthaler See, die Rohre mit etwa 50 Zentimetern Durchmesser sind entweder aus der Erde gezogen oder verfüllt worden. Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) hatte sich jedoch zwei Dutzend Stücke sichern lassen. Bei einer Wanderung habe sie nämlich ähnliche als Mülltonnen aufgestellt gesehen, erzählte sie gestern bei der "Inbetriebnahme" des ersten Mülleimers an der Schmetterlings-Installation am See. "Die anderen hätten wir kaufen müssen, aber die hier waren schon da und haben auch noch eine Geschichte", freute sie sich über das Ergebnis.

Der Bauhof versenkte die Rohre in der Erde, bastelte einen Deckel, hängte eine Abfalltüte rein - fertig ist das originelle Störmthaler Produkt. Über Schilder und zwei QR-Codes, die via Handy und Internet abgefragt werden können, erzählt die Tonne Besuchern auch Wissenswertes über ihre Geschichte als Filterbrunnen und die moderne Abfallentsorgung, die in Cröbern auf den Anlagen der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV) geschieht. Ehrensache, dass die WEV sich an den Schildern beteiligte - schließlich wirbt sie gleich doppelt darauf. Neben dem Logo mit einem "Danke, dass Sie mich genutzt haben" an die Seebesucher.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.02.2015
Jörg ter Vehn

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