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Markkleeberg Dauerthema Hunde: Am Störmthaler See verstärkte Kontrollen angekündigt
Region Markkleeberg Dauerthema Hunde: Am Störmthaler See verstärkte Kontrollen angekündigt
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09:33 02.03.2017
Alles richtig macht diese Frau am Störmthaler See. Aber einige Hundehalter lassen ihre Vierbeiner auch unkontrolliert am Gewässer herumspringen, sehr zum Ärger anderer Seebesucher. Großpösna hat deshalb jetzt verstärkte Kontrollen angekündigt. Quelle: André Kempner
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Grosspösna

Freilaufende Hunde am Störmthaler See sind ein Dauerthema in Großpösna. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) hat jetzt verstärkte Kontrollen angekündigt, die den Leinenzwang wenn nötig durchsetzen sollen.

2014 wurde der See eröffnet. Nach einer Saison auch unliebsamer Erfahrungen erließ die Gemeinde im Frühjahr 2015 eine Benutzungssatzung, die seitdem regelt, wo am See Hunde frei laufen dürfen: nur auf einem knapp einem Kilometer langen Stück des 22 Kilometer umfassenden Rundwegs unterhalb des neuen Parkplatzes außerhalb von Störmthal.

Insgesamt sei das Freilaufareal 5,5 Hektar groß, erläuterte Lantzsch diese Woche auf Anfrage den Gemeinderäten. Sie erinnerte an die langen Diskussionen im Vorfeld, etliche Gespräche auch mit Tierärzten und einer Bürgerinitiative, die gar keine Leinen wollte. Die Fläche sei eine Kompromisslösung gewesen, die Anordnung unterhalb des Parkplatzes der Versuch, den Strom der Gassigeher zu lenken.

Im Großen und Ganzen laufe es seitdem „ganz gut“, erklärte Hauptamtsleiter Daniel Strobel. Allerdings: Die Ausnahmen bestätigen die Regel. Einer seiner Mitarbeiter sei im vorigen Sommer von einem Hund ins Knie gebissen worden, nachdem er dessen Halter auf die Leinenpflicht dort aufmerksam machen wollte. „Vier Wochen war der Mann krank geschrieben“, so Strobel. Er hat beobachtete, was Einwohner in Störmthal und Güldengossa auch immer wieder sehen. Oft kommen Hundehalter mit dem Wagen und gleich mehreren Tieren an den See, die sie dann nicht unter Kontrolle halten können, sobald die Türen offen stehen.

Prompt kommt es zu Problemen mit den normalen Seebesuchern. Selten kommen sie bis zur Anzeige, meist bleibt aber eine Verunsicherung bei den Betroffenen zurück. „Bei dem Thema werden die Leute schnell sehr emotional“, weiß Strobel. Gemeinderat Paul-Friedrich Loose, der in Störmthal wohnt, hat Erfahrung damit: „Ärgernisse mit Hunden werden praktisch in jeder Sitzung des Ortschaftsrates Störmthal aufgerufen“, erzählte er. Und auch Güldengossa scheine ein Eldorado bei den Hundebesitzern zu sein, so der dortige Gemeinderat Jens Ludwig. Er bat Lantzsch, die Kontrollen auch am Güldengossaer Seeteil durchzuführen.

Spätestens zu Saisonbeginn sollten mindestens mit zwei Personen die Streifengänge stattfinden, kündigte Lantzsch an. Details würden noch erarbeitet, aber auch Bußgelder sollten wenn nötig ausgesprochen werden können, so Strobel.

Er hatte erst vor kurzem zwei riesige neue Hinweistafeln am See aufstellen lassen. Diese würden über die Sehenswürdigkeiten, aber auch über das Freilaufgelände für die Hunde informieren, sagte er. Und in den nächsten Wochen kämen noch neue Tafeln zum Thema Leinenpflicht hinzu, kündigte er an.

Von Jörg ter Vehn

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