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Dem Seebad Zwenkau ein Stück näher

Dem Seebad Zwenkau ein Stück näher

Die Temperaturen steigen und damit die Lust, die Natur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu entdecken. Aber kein richtiger Ausflug ohne zünftige Rast. Am Zwenkauer See gibt es dafür jetzt einen außergewöhnlichen Platz: den Aussichtspunkt Eythra.

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Maritime Atmosphäre: Heiko Rosenthal und Holger Schulz (vorn, von links) eröffnen gemeinsam den Aussichtspunkt Eythra

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Auf einer Anhöhe zwischen See und Eichholz gelegen, lädt er Wanderer zum Verweilen ein. Gestern Vormittag wurde der Aussichtspunkt sozusagen im zweiten Anlauf von Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz (CDU) und seinem Leipziger Amtskollegen sowie Sprecher des Grünen Rings, Heiko Rosenthal (Die Linke), offiziell eröffnet. Vor genau drei Monaten, kurz nach der Fertigstellung, war die feierliche Übergabe noch meterhohen Schneewehen zum Opfer gefallen.

„Mit der Gestaltung ist es uns gelungen, einen Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft zu schlagen“, erklärte Schulz mit Blick auf die beiden zu Strandkörben umfunktionierten Baggerschaufeln. Gestiftet wurden diese von der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag). Deren Technischer Geschäftsführer Horst Schmidt ließ es sich nicht nehmen, die in den Zwenkauer Stadtfarben Blau und Weiß gestrichenen und in Seenähe maritim anmutenden Tagebaugeräte selbst in Augenschein zu nehmen. Dabei sein wollten aber auch Jürgen Göhlmann und Karin Franke von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) sowie Andreas Schmidt, Geschäftsführer des Seeentwicklers Sächsische Seebad Zwenkau (SSZ).

„Der Aussichtspunkt Eythra ist ein gutes Beispiel, dass man auch mit relativ klammen Kassen etwas sehr schönes schaffen kann“, betonte Rathauschef Schulz. Verantwortlich für das Design und die Umsetzung zeichnete der Bauhof der Stadt Zwenkau unter Leitung von Frank Teschner. Während er als gelernter Schlossermeister die Schweißarbeiten an den Baggerschaufeln ausgeführt hat, zeigte sein Mitarbeiter Simon Engermann mit Bildern der MS „Santa Barbara“ und des Eythraer Trianons, dass ein Künstler in ihm steckt. Aber auch Schulz hatte eine Idee: „Strandkörbe haben immer Nummern. Also mussten unsere auch welche bekommen.“ Aber nicht irgendwelche, sondern die früheren Postleitzahlen Zwenkaus – 7114 – und Eythras – 7104.

„Es ist eine Freude zu sehen, was hier in der Region alles entsteht und es auch noch fördern zu dürfen, eine ganz besondere“, betonte Bürgermeister Rosenthal. Er erinnerte an die Geschichte der Braunkohleförderung in Zwenkau und den Beginn der Sanierung 1999. „Der Zwenkauer See ist der Beleg für eine einzigartige Entwicklung. Und ein Teil davon, wenn auch nur ein ganz kleiner, der Rastplatz Eythra“, so der Sprecher des Grünen Rings. Die wirklich große Baustelle der touristischen Vermarktung sei der Gewässerverbund.

Noch in diesem Jahr soll am Zwenkauer See ein weiterer, der Nord-Ost-Aussichtspunkt eingerichtet werden. Auch dieses Vorhaben will der Grüne Ring wieder mit 2500 Euro unterstützen.

Ulrike Witt

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