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Markkleeberg Deponie Cröbern soll höher werden – aber auch kleiner
Region Markkleeberg Deponie Cröbern soll höher werden – aber auch kleiner
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07:00 30.03.2017
Höher und kleiner: So soll die Kubatur der Deponie verändert werden. Quelle: A. Kempner
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Grosspösna

Der Deponieberg Cröbern soll höher werden, aber dafür in seiner Ausbreitung kleiner bleiben als ursprünglich geplant. Das sieht ein Antrag des Deponiebetreibers WEV vor, dem diese Woche der Gemeinderat von Großpösna einstimmig den Weg ebnete.

Wie berichtet, hatte WEV-Geschäftsführer Bernd Beyer bereits im vorigen Jahr das Vorhaben ausführlich in den umliegenden Gemeinden vorgestellt, in Großpösna war er im Mai 2016. Jetzt hatte die WEV um Zustimmung zu dem dazugehörigen Plangenehmigungsverfahren gebeten. Auch Markkleeberg soll dem Antrag bereits stattgegeben haben.

Die WEV will im Wesentlichen die Kubatur des Deponieberges ändern. 18 Meter höher soll der Berg werden, dafür würden aber auch rund 6,5 Hektar Grundfläche weniger benötigt, heißt es. Die WEV verspricht sich davon Kosteneinsparungen beim künftigen Deponiebau, weil der Aufwand für die Deponieabdichtung, für Tunnel und Ringdamm verringert werden können.

Auch beim Betrieb wirke sich die geringere Grundfläche auf die Kosten aus, da weniger Sickerwasser anfalle, das chemisch behandelt werden müsse, erklärt die Gemeinde den Antrag der WEV. Das Gesamtvolumen des einzubauenden Materials bleibe mit 12,8 Millionen Kubikmeter gleich, ebenso die übrigen Verfahrenweisen des Betriebs wie etwa die zugelassenen Abfallarten.

„Der Geschäftsführer Beyer will preiswerter arbeiten. Das ist für uns alle in der Region gut“, sagte Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) mit Blick auf die Müllgebühren. Mit Blick aufs eigene Gemeindesäckel verschwieg sie aber auch nicht, dass die WEV der größte Steuerzahler von Großpösna sei.

Auf Anfrage von Gemeinderat Thomas Fröhlich (SPD), der sich zwar wegen des höheren künftigen Rodelbergs freute, aber Sorgen um den höheren Druck auf die Deponiedichtung machte, beruhigte Lantzsch. Diese Fragen seien schon im Vorfeld von der WEV geklärt worden. Die Dichtung sei auch für den höheren Druck ausgelegt.

Auch Gedankenspiele für die Nutzung des Berges nach dem Auslauf als Deponie im Jahr 2040 hat die WEV inzwischen vorgelegt. Neben einer großflächigen Renaturierung konnten sich die Planer vor allem Freizeit- und Sportaktivitäten vorstellen, die in dem ansonsten eher flachen Neuseenland nicht ausgeübt werden können: Die Spanne reicht von Gleitschirmfliegen über Monsterroller-Abfahrten und Sommerrodelbahn bis zum Sommerski auf speziellen Matten-Bahnen den Abhang hinunter. Je mehr „Berg“, desto stärker werde die Wirkung sein, empfehlen auch die Landschaftsarchitekten die Kubaturänderung.

Von Jörg ter Vehn

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