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Markkleeberg „Der Zwenkauer See wird ein super Tauchrevier“
Region Markkleeberg „Der Zwenkauer See wird ein super Tauchrevier“
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12:04 21.04.2016
Die Vorbereitungen für die Tauchbasis Zwenkauer See laufen auf Hochtouren: Robert Lange räumt gerade das Container-Interim am Technischen Hafen ein. Quelle: Foto: André Kempner
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Zwenkau

Kurz vor dem Start der zweiten Wassersportsaison gibt es Zuwachs am Technischen Hafen: die Tauchbasis Zwenkauer See. Inhaber Robert Lange bereitet aktuell das Containerdomizil und die Einstiegsstelle am Stadtstrand vor. Mit Schülern ins Wasser darf er noch nicht.

„Ich warte auf die Genehmigung für die Tauchschule. Der Antrag liegt bei der Unteren Wasserbehörde im Landratsamt. Sobald das Okay da ist, geht es los. Ich hoffe spätestens Ende Mai/Anfang Juni“, erklärt der 38-Jährige. Seine Tauchlehrerausbildung hat der Leipziger in Au-stralien absolviert, wo er von 2005 bis 2008 gelebt und gearbeitet hat. Zurück in Sachsen gründete Lange seine Tauchschule mit Geschäft in der Leipziger City.

„Der Zwenkauer See wird ein super Tauchrevier. Das Pflanzenwachstum ist durch den Eintrag der Weißen Elster jetzt schon überraschend gut. In 25 bis 35 Meter Tiefe gibt es einen richtig dunklen Wald“, erzählt Lange. Bis 46 Meter sei er bei seinen täglichen Tauchgängen schon vorgedrungen. Tiefer zu gehen lohne sich noch nicht. Darunter sei eine Null-Sicht-Schicht. „Das Schöne am Zwenkauer See ist seine Größe. 970 Hektar abzüglich der Sperrgebiete bieten für jeden Geschmack etwas. Insbesondere der lange tiefe Schlauch Richtung Westen ist fürs technische und Langstreckentauchen sehr interessant“, schwärmt er. Bislang bevorzugte er zur Ausbildung in der Region den Kulkwitzer See. Geliebäugelt hatte er zwischenzeitlich auch mit einem Umzug an den Störmthaler See.

„In Zwenkau sind die Bedingungen einfach besser. Hier werde ich als private Tauchschule von der Stadt und der SSZ sehr gut unterstützt“, betont Lange. Das Containerdomizil am Stadthafen soll denn auch nur ein Interim sein. Nahe der Alten Schäferei am Südostufer, wo künftig auch die Angler und Fischer ihr Domizil haben werden, will Lange eine „richtig große Tauchschule“ mit vier Meter tiefem Indoorpool und Übernachtungsmöglichkeiten eröffnen. Wann gebaut werden kann, hänge davon ab, wie schnell die Stadt die Fläche bereitstellen kann und wie schnell die Finanzierung steht. „Sehr sportlich gedacht müsste es in zwei Jahren so weit sein. Mit der Bank bin ich schon im Gespräch“, sagt Lange.

In diesen Tagen arbeitet er mit seinem Team, zu dem sechs Tauchlehrer und zwei Dive-Master gehören, am Tarrierpark. „Der wird gebraucht, damit die Tauchschüler lernen, wie man die Höhe im Wasser hält“, erläutert Lange. Die ersten Teile seien unweit der Einstiegsstelle am Stadtstrand schon eingebracht. Nach der Fertigstellung soll der Tauchpark 200 Quadratmeter groß, mit Spiegeln und allen Schikanen ausgestattet sein.

„Ich habe die Genehmigung für die Tauchschule so beantragt, dass alle Taucher nur über unsere Einstiegsstelle oder unsere Boote ins Wasser gehen. Bei einer Mastergenehmigung für 320 Boote, darunter auch Motorboote, die ohne Führerschein gefahren werden können, sollten die Taucher wissen, was sie tun“, sagt Lange. Schließlich trage er im Zweifelsfall das Risiko und die Verantwortung.

Tauchschüler können sich schon jetzt unter www.lange-tauchen.de anmelden. Mit ärztlichem Attest gehe es ohnehin erst zur Theorie, danach zur Poolausbildung ins Zwenkauer Waldbad. „Wer jetzt anfängt, kann im Sommer im See trainieren, im Winter dann die tolle Sicht genießen“, sagt Lange. Denn getaucht werden soll mit Trockentauchanzügen, die bei ihm ausgeliehen werden können, ganzjährig. Ab 2017 will Lange sogar Tauchlehrer in Zwenkau ausbilden.

Von Ulrike Witt

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