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Markkleeberg Deutsches Fotomuseum holt große Kunst in den Agra-Park
Region Markkleeberg Deutsches Fotomuseum holt große Kunst in den Agra-Park
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14:10 19.05.2015

Dabei sind große und bekannte Namen, aber auch noch junge Künstler. Und weil Kurator Andreas J. Mueller Cartoonist und ein Mann von Humor ist, spielen auch Hunde in diesem Jahr noch eine große Rolle.

Fünfzig berühmte internationale Fotografen des 20. Jahrhunderts hat das Museum mit ihren "Meisterwerken" noch bis zum 1. März zu Gast. Doch danach wird es keineswegs weniger spektakulär: "Vom 6. März bis 26. April stellen wir Aktfotografie - klassisch und experimentell vor", erzählt Mueller. Mit dabei sein werde etwa "Lokalmatador" Olaf Martens. Auch die Körperfotogramme von Wolfgang G. Schröter seien große Kunst, so Mueller. Sie sind es buchstäblich: Schröters Modelle mussten sich dafür in voller Länge kunstvoll direkt aufs Fotopapier drapieren, wurden dann mitbelichtet.

Regelrecht komponierte Bilder von hohem ästhetischem Reiz sind das Markenzeichen von Steffen Junghans, dessen Werke vom 1. Mai bis Mitte Juli gezeigt werden. Novum dabei: Parallel wird es eine Ausstellung von Junghans beim Galerierundgang in Leipzig geben - ein doppeltes Vergnügen.

Ohnehin hat es das Deutsche Fotomuseum inzwischen geschafft, in die Reihe der "Großen" aufgenommen zu werden. "Im Vorjahr sollten wir nicht bei der Museumsnacht Leipzig-Halle dabei sein, in diesem Jahr sind wir es am 25. April", sagt Mueller nicht ohne Stolz. Das Museum hat Dank einer neuen Haltestelle quasi einen S-Bahn-Anschluss.

Dass Elliot Erwitt, der berühmte Schwarz-Weiß-Fotograf, auch Farbe "konnte", gilt bisher als wenig bekannt. "Wir zeigen von Juli bis Oktober seine farbigen Werke. Es wird die erste Schau in Deutschland überhaupt", verspricht Mueller.

Mit einem weiteren Leckerbissen will das Fotomuseum dann sein Sonderschauen-Programm bis zum Jahresende krönen. Thomas Hoepker, legendärer Reportage-Fotograf, Mitglied der ebenso berühmten Agentur Magnum Fotos und einige Jahre sogar deren Präsident, stellt Werke aus 60 Jahren aus. "Chronist des Weltgeschehens" lautet der Arbeitstitel seiner Schau, und tatsächlich arbeitete Hoepker für Magazine wie den "Stern" auf allen Kontinenten, war in vielen Elendsvierteln unterwegs, stellte aber Armut nicht bloß, sondern suchte den Menschen, setzte das Bild als Waffe ein im Kampf für eine bessere Welt. Hoepker lebt heute in New York, war im Vorjahr bereits zu Besuch im Fotomuseum, verabredete mit Mueller die Ausstellung.

Neben den Sonderschauen werde es auch ein Reihe von kleinen Kabinettausstellungen geben, erklärt Mueller. Eine zeigt Bilder der Witwe von Paul Wunderlich, Karin Szekessy. "Bell Ami" lautet die Schau. "Hunde haben dort freien Eintritt und spielen auch sonst eine große Rolle dabei", schmunzelt Mueller geheimnisvoll.

"2015 können wir erstmals ein volles Programm mit den Sonderschauen bieten", freut er sich. Wie berichtet, war erst im Herbst der neue Bereich fertig geworden. Er hoffe daher, die Besucherzahl von 15 000 im Vorjahr in diesem Jahr deutlich überbieten zu können, sagt Mueller. Geöffnet ist täglich außer montags von 13 bis 18 Uhr. Bis Sonntag sind auch noch die schönsten Bilder des Agra-Park-Fotowettbewerbs zu sehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.01.2015
Jörg ter Vehn

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