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Dickes Lob für Profis im Ehrenamt

Dickes Lob für Profis im Ehrenamt

Hinter der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg-West liegt ein ereignisreiches Jahr. Besonders der Juni hatte es in sich: erst die Flut, drei Wochen später der Starkregen.

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Große Freude über großes Geschenk Uwe Zieger, Rainer Walther, Karsten Schütze, Andreas Knoll und Kreisbrandmeister Ronald Streil (von links).

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Am Samstag zog Ortswehrleiter Andreas Knoll dennoch eine positive Bilanz, die auch noch von einem Neuzugang gekrönt wurde.

Ein bisschen war die Jahreshauptversammlung wie vorgezogene Weihnachten. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) gab im übertragenen Sinne den Weihnachtsmann. Ausgerechnet bei seinem Antrittsbesuch konnte er mit einem überdimensionalen Geschenk glänzen. Und so strahlten die Kameraden denn auch mit dem neuen, 290 PS starken und rund 152 000 Euro teuren Flitzer in der Gerätehalle um die Wette.

Wie berichtet, dürfte das rote Logistik-Fahrzeug eines der schnellsten Sachsens sein, zumindest was die Beschaffungszeit von 17 Tagen anbelangt. Zudem dank 112 000 Euro Fördermittel vom Freistaat Sachsen und als Vorführwagen einer der günstigsten. Und es könnte noch besser kommen: "Wir haben so viele Anfragen von Kommunen, die gern den Vorgänger, den alten, in Wachau stationierten W 50 haben wollen, dass wir im Januar eine Ausschreibung vornehmen werden", erzählte Schütze den Kameraden. "Als Optimist gehe ich jetzt davon aus, dass im kommenden Jahr auch die neue Kalthalle für unsere Wasserwehr errichtet werden kann", meinte darauf Andreas Knoll schmunzelnd.

Schütze hielt sich zurück, nicht wegen des Geldes, er hatte schlichtweg ein Verständigungsproblem. "Ich muss mich noch daran gewöhnen, dass ich auch oberster Dienstherr der Feuerwehr bin. Was ist denn bitte eine Kalthalle?", fragte der 47-Jährige lieber mal nach. Dass er stolz ist auf die Kameraden, die ihre Freizeit für die Sicherheit der Markkleeberger opfern, daran ließ Schütze indes keinen Zweifel. "Was Ihr Engagement, Ihre Qualifikation und Ihre Ausrüstung angeht, sind sie absolute Profis", lobte er die 104 Frauen und Männer der Schwerpunktfeuerwehr Markkleeberg-West.

Ortswehrleiter Andreas Knoll hatte zuvor eine beeindruckende Bilanz gezogen. "Mit Stand 4. Dezember sind wir dieses Jahr zu 123 Einsätzen ausgerückt, dazu kommen noch die 49 in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni, die gemeinsam mit den Ortswehren Wachau und Gaschwitz bewältigt wurden." Nachhaltig in Erinnerung geblieben ist den Kameraden der Katastropheneinsatz in Pegau. "Diejenigen von uns, die nach der Überflutung die Leipziger Vorstadt in Pegau gesehen haben, werden die Bilder und die damit verbundenen menschlichen Tragödien wohl nie vergessen." Ein Kompliment machte Knoll der Stadt Markkleeberg für die "ausgezeichnete Zusammenarbeit" im Hochwasser-Krisenstab.

Um im Ernstfall ihr Bestes geben zu können, haben die 64 Mitglieder der aktiven Abteilung 2013 insgesamt 3023 Ausbildungsstunden in der Regel abends und an den Wochenenden absolviert. "Leider sind immer noch viele Bürger der Meinung, wir seien eine Berufsfeuerwehr", bedauerte Knoll. Das Bild gerade zu rücken, sei eine der Aufgaben für 2014.

Stadtwehrleiter Rainer Walther nutzte die Gunst der Stunde und überreichte Kreisbrandmeister Ronald Streil einen offenen Brief. Thema ist mal wieder die unbefriedigende Ausbildungssituation in den feuerwehrtechnischen Zentren in Eula und Trebsen. Ein gleichlautendes Schreiben werde Landrat Gerhard Gey (CDU) heute im Briefkasten haben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.12.2013
Ulrike Witt

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