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Markkleeberg „Die Anteilnahme ist überwältigend“
Region Markkleeberg „Die Anteilnahme ist überwältigend“
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17:55 20.06.2011
Gemeinsam für Jens: Herbert Ehme, Frank Baum, Stev Schumann mit Tochter Sonique, Kathleen Kunath und Silvio Krüger (von links). Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Trotz Reanimation und Behandlung in der Herzklinik Leipzig liegt der 52-Jährige bis heute im DRK-Heim in der Schulstraße in einer Art Wachkoma. Wie lange der Zustand anhalten wird, kann kein Neurologe sagen.

Am Sonntagnachmittag haben die Zwenkauer gezeigt, dass sie Jens Schumann und seine Familie nicht vergessen haben. Obwohl es am späten Nachmittag kräftig regnete, kamen über 500 Menschen zum Benefiz-Spiel ins Stadion am Eichholz. Sie alle waren dem Aufruf des VfB-Vorstandes gefolgt. „Angelika hat ihren Mann und unseren Verein über Jahrzehnte tatkräftig unterstützt. Jetzt steht sie vor menschlichen und finanziellen Problemen. Wir sehen uns in der Pflicht, den Schumanns, die dem Verein so viel gegeben haben, zu helfen. Sie sind Menschen, die nie Nein gesagt haben, wenn sie der Zwenkauer Fußball gebraucht hat. Heute brauchen Sie uns.“

Organisiert hat das Benefiz-Spiel Ex-DDR-Nationalspieler Frank Baum – guter Freund und Nachbar der Schumanns. Er hat eine Mannschaft aus „Legenden der Region“ zusammen getrommelt, darunter Detlef Schössler, Ronny Kujat, Thorsten Jülich, Henning Frenzel und Karsten Oswald. „Wir wollen einfach helfen“, erklärte Baum, der nach einer Zerrung in der zweiten Halbzeit auf der Bank saß. Alle Einnahmen – und dabei handele es sich allein um Spenden – sollen der Familie Schumann zugutekommen.

„Die Anteilnahme ist überwältigend“, meinte Sohn Stev. Für ihn sei die moralische Stärkung noch wichtiger als das Geld. „In unserer Familie gab es immer nur Fußball, wir haben Fußball gelebt“, so der 33-Jährige, der längst in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist – als Vorstandsmitglied und Co-Trainer. „Keiner der Spieler, die heute auflaufen, musste überredet werden. Alle, selbst Männer, die 15 Jahre nicht auf dem Rasen standen, haben sofort zugesagt. Das zeigt, mein Vater hat alles richtig gemacht. Ich bin sehr stolz auf ihn.“

Und das trifft ganz offensichtlich nicht nur auf die Familie und den Sport zu. Obwohl Jens Schumann gerade mal sechs Monate als Hausmeister im Schulzentrum in der Pestalozzistraße gearbeitet hat, wollten Kinder, Eltern und Lehrer im Eichholz-Stadion dabei sein. „Dass sie sich mit einem Kuchenbasar an der Benefiz-Aktion beteiligen, ist gewaltig“, so Stev Schumann.

Große Anerkennung zollt er auch seiner Mutter Angelika: „Sie engagiert sich ohne Ende, ist jeden Tag mindestens drei Stunden bei meinem Vater und arbeitet dazu noch voll. Ohne den engen Zusammenhalt in unserer Familie wäre das gar nicht möglich. Aber sie geht wirklich oft an ihre Grenzen.“ Der Sohn hat einen großen Wunsch: „Die Anteilnahme der Zwenkauer darf nicht abreißen. Wir sind sicher, er spürt das.“

Ulrike Witt

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