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Markkleeberg „Die Leute werden mutiger“ - Tattoo-Expo zieht tausende Besucher in ihren Bann
Region Markkleeberg „Die Leute werden mutiger“ - Tattoo-Expo zieht tausende Besucher in ihren Bann
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20:15 03.03.2012
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„Die Leute werden mutiger und wollen auch große Motive haben“, weiß Steffi Schulz von der Agentur Event One, die die Veranstaltung bereits seit sechs Jahren organisiert. „Mittlerweile können auch Krankenschwestern und Polizisten problemlos Tattoos tragen. Vor einigen Jahren sahen viele Arbeitgeber das Thema noch sehr kritisch, doch das ändert sich immer mehr.“

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Wer sich für ein Tattoo entscheidet, überlegt sich das meist sehr genau. Oft geht der Motivwahl eine lange Planungsphase voraus. Christian Löffelbein aus Halle erarbeitete sein Wunschmotiv gemeinsam mit dem neuseeländischen Tätowierer Darbytuhaka. „Vier Stunden muss ich nun stillhalten“, so Löffelbein, der sich einen mythologischen Familienstammbaum auf den Rücken bringen ließ.

Auch die Markkleebergerin Saskia Hartmann musste viel Geduld mitbringen. Mitten im Messetrubel stichelte ihr der Dresdner Mirko Hahn innerhalb von rund fünf Stunden einen Buddha auf den Rücken. „Die meisten Leute sehen so ein Motiv als eine Art Schutz. Was früher ein Amulett war, ist heute oft ein Tattoo“, verriet Hahn. „Zwischen uns stimmt die Chemie. Das Vertrauensverhältnis zum Tätowierer ist für mich sehr wichtig“, so Hartmann. Den Kontakt zu „ihrem“ Tätowierer hatte sie auf der vorigen Tattoo-Expo geknüpft, nun konnte er an die Arbeit gehen.

Ihr Mann André Müller sah wohlwollend zu – schließlich hat er selbst ein paar Motive auf der Haut. So auch ein Porträt seiner sechsjährigen Tochter. „Da kann ich die nächsten Jahre immer vergleichen, wie sie sich verändert.“ Denn das Motiv sitzt auf seinem Unterarm. „So habe ich es selbst am Frühstückstisch immer im Blick.“

Tattoos entstehen oft Stück für Stück, so mancher Besucher nutzte seinen Besuch auf der Veranstaltung, um Ergänzungen anbringen zu lassen. Melanie Zwiener aus Schlaitz bei Bitterfeld ist ein Fan der fünfziger und sechziger Jahre. „Mein Motiv mit Jonny Cash ist ein Fortsetzungswerk.“

Noch ganz am Anfang steht Laura Link. Die Berlinerin ließ sich von Künstlerin Jesa Underline einen lateinischen Sinnspruch auf den Unterarm tätowieren. „Mal schauen, ob das der Startschuss für weitere Motive ist.“

Bert Endruszeit

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