Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Die Reize des Ostens - von unten gesehen
Region Markkleeberg Die Reize des Ostens - von unten gesehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:58 19.05.2015
Naturparadies im Tagebaurestloch: Uwe Zimmer (links) und Jörg Böttcher erkundeten den Kulkwitzer See. Quelle: Ralf Saupe

"Wir Leipziger verfügen über eine lange Tradition der Unterwasserfotografie", erläuterte Initiator Klaus Bauerfeind. "Als Reiseziele, wie Rotes Meer, Karibik oder Malediven noch tabu waren, fanden wir viele Gleichgesinnte in den osteuropäischen Ländern, mit denen uns noch heute eine enge Freundschaft verbindet." Für die Freunde des kühlen Nasses fängt der Osten jedoch nicht erst jenseits der Landesgrenzen, sondern bereits vor der eigenen Haustür an.

"Ihr habt einzigartige Tauchplätze hier im Osten", betonte der Stuttgarter Franz Brümmer, Biologe und Präsident des Verbandes deutscher Sporttaucher sowie ausgewiesener Kenner der gesamtdeutschen Tauchlandschaft, in seiner Begrüßung. "Schätzt sie, schützt sie - und betaucht sie." Mit Dietmar Steinbach, Günter Neubert und sogar Herbert Frei waren auch Altmeister der deutschen Unterwasserfotografen-Szene angereist.

Zum Auftakt des Festivals im Foyer des Fotomuseums Markkleeberg verfolgten sie gemeinsam mit knapp 100 Gästen Vorträge mit historischem und aktuellem Foto- und Videomaterial. Allein Ehrengast Sergiy Glushchenko musste passen, da ihm die Ausreise aus der Ukraine verwehrt wurde. Doch dank des Internet s konnte auch dessen Beitrag zur Entstehung der Unterwasser-Foto-Jagd in der ehemaligen UdSSR gezeigt werden. Mit Michael Feierabend tauchten die Gäste dann in die Fluten des Baikal ab, folgten Dietmar Steinbach in die Gewässer Tschechiens und der Slowakei oder Bodo Schink nach Westpommern. Andere, wie Andreas Trepte oder Frank Koschewski, faszinierten mit aktuellen, bewegten und bewegenden Bildern aus der heimischen Unterwasserflora und -fauna.

Einen Blick zurück auf abenteuerliche Tauchexkursionen der 1980er Jahre warfen Jürgen Roloff und Lutz Drößler. Ihre Bilder von der Insel Moneron im Japanischen Meer und der Krim riefen nicht nur beim Leipziger Tauch-Urgestein Reinhard Gräfe lebhafte Erinnerungen an Jugendzeiten wach.

Ihrem "Reini" konnten die Festivalgäste dann auch einen Besuch am Kulkwitzer See abstatten und per Bootstransfer mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sogar einmal an entfernteren Tauchplätzen in die Fluten des Tagebau-Restlochs steigen. Andere "Wasserratten" wiederum zog es in den Störmthaler See oder in den Haselberg-Bruch nach Ammelshain. Per Segelboot- oder Fahrradtour eroberten die Gäste auch trockenen Fußes das Leipziger Neuseenland: "Ob Störmthaler See, Ammelshain oder Kulki: Die Süßwassertaucherei hat ihre Zukunft im Osten. Was hier an Seenflächen und Landschaften entsteht, ist einmalig", lud am Ende Herbert Frei ein, noch vorhandene Vorurteile abzubauen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.10.2014
Ralf Saupe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadtmitte Markkleebergs soll neu gestaltet werden. Zwischen Rathausplatz und Ring, insbesondere rund um den Bahnhof, sind tiefgreifende Veränderungen geplant.

19.05.2015

"Wir sind das Volk" lautet der Titel der Kabinettausstellung, die gestern im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg feierlich eröffnet wurde. Der Gastgeber, Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD), begrüßte unter anderem den Vizepräsident der Landesdirektion, Michael Feist, die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar (Grüne), Landtagsmitglied Oliver Fritzsche (CDU), seinen Amtsvorgänger Bernd Klose (SPD), sowie eine Delegation aus Markkleebergs Partnerstadt Neusäß.

19.05.2015

Die Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg (WBG) ist ein Erfolgsmodell. "Uns geht es wirtschaftlich gut. Bei Benchmarks der sächsischen Wohnungswirtschaft sind wir immer vorn dran", sagt Geschäftsführer Philipp Staude im schmucken Firmendomizil am Bahnhof und fügt schmunzelnd hinzu: "Markkleeberg ist eben gefragt.

19.05.2015
Anzeige