Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg "Die Wanne ist voll": Geburtstagsfest mit Tour de See
Region Markkleeberg "Die Wanne ist voll": Geburtstagsfest mit Tour de See
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:16 18.10.2016
Wer muss da noch an die Ostsee fahren: Der Störmthaler See ist voll, wird am 27. April mit einem großen Fest eröffnet. Dabei stellen sich alle jetzigen und künftigen Akteure am See vor und bieten Einblicke in ihr Programm. Quelle: André Kempner

Am 27. April heißt es nun "Die Wanne ist voll!" Mit einer Tour de See wird das Ereignis gebührend gefeiert.

 Mit 733 Hektar wird der Störmthaler nach dem Zwenkauer See der zweitgrößte im Leipziger Neuseenland. Nach der offiziellen Eröffnung am 27. April mit dem sächsischen Umweltminister Frank Kupfer und weiterer Prominenz um 10 Uhr im Hafen von Lagovida beginnt um 11 Uhr die Tour de See.

 "Wir möchten den See-Geburtstag mit allen Bürgern feiern", so Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos). Sie sollten sich aber dabei den See erschnuppern und selbst erschließen, erklärt Hauptamtsleiter Daniel Strobel die Idee der Tour de See.

 An 20 bis 22 Stationen rund ums Gewässer würden die jetzigen oder künftige Anbieter sich darstellen. "Jeder hat sein eigenes Thema", verspricht Peter Krümmel vom Kuhstall-Verein, der das Fest mit vorbereitet. So seien der Laufverein Oberholz ebenso vertreten wie die Angler, biete das Hotel Michaelis unten am See einen Vorgeschmack auf sein Angebot in der Orangerie von Güldengossa. Der Störmthaler Wein-Verein stellt seine Tropfen vor, die Kite-Surfer zeigen ihr Können, Bogenschützen, Segler, Surfschule, Feuerwehr und DLRG sind dabei, wer will kann auch auf einem Teambike mit Freunden rundherum sitzend den See erradeln. Erlebnis-Touren zur schwimmenden Vineta werden ebenso angeboten.

 Eigens für den Tag sollten auch zwei Fährlinien aufgebaut werden, so Lantzsch. Ein Boot solle den noch langen Fußweg um die Grunaer Bucht abkürzen helfen. Ein anderes werde vom Vineta-Anleger auf der Magdeborner Halbinsel auf die Seeseite nördlich abkürzen. Von dort solle dann eine Schlendrian-Bahn Besucher zum Bergbau-Technik-Park bringen. Geplant sei zudem, dass Reeder Wilfried Meyer von der Personenschifffahrt im Leipziger Neuseenland seine MS Wachau an dem Tag von einem Anleger zum nächsten schippern lasse und auch Kurzstreckengäste aufnehme.

 Wer will, könne natürlich auch mit dem Rad die gesamte, etwa 22 Kilometer lange Seerundreise unternehmen, so Lantzsch. Besuchern der Stationen winke zudem die Teilnahme an einer Tombola, so Krümmel. Dazu müsse nur ein gut gefüllter Stempelzettel an den Kuhstall-Verein geschickt werden.

 Infos zu Programm, Anfahrt und Parkplätzen gibt es auch unter www.see-geburtstag.de. Jörg ter Vehn

 

 

 Gemeinde soll Nutzung verantworten

 Großpösna. Ein streitbarer Punkt steht derzeit noch der Seeeröffnung entgegen: Die Tagebausanierer der LMBV verlangen von der Gemeinde per Vertrag, die Verantwortung für die touristische Nutzung des Gewässers zu übernehmen - eine knifflige Sache.

 Klare Verhandlungspositionen stehen sich gegenüber. LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber bringt es so auf den Punkt: "Die LMBV ist nicht der Bademeister!" Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) kontert: "Eine Gemeinde führt keine Schiffskapitäne!"

 Beide Seiten erklärten gestern aber übereinstimmend, bei ihren Verhandlungen schon weit gekommen zu sein. Immerhin haben beide ja auch ein Ziel: den See am 27. April zur Nutzung für die Allgemeinheit frei zu geben.

 Die Fragen resultieren letztlich aus der unklaren Besitzsituation des Sees. Laut Rahmenvertrag zwischen dem Freistaat Sachsen und der LMBV beabsichtigt das Land, alle größeren Tagebauseen samt einem zehn Meter breiten Uferstreifen in seinen Besitz zu nehmen. Hintergrund sind regional unterschiedlich starke Entwicklungsmöglichkeiten, die so auf einer höheren Ebene ausgeglichen werden können. Wie berichtet, zahlt der Freistaat seit Jahren auch Millionen für die erweiterte Tagebausanierung, mit der vor allem die touristische Nutzung der Seen ermöglicht werden soll. Der Rahmenvertrag stammt von Anfang 2008.

 Ab 2012 sollten laut der Vereinbarung die ersten Gewässer ins Eigentum des Freistaates wechseln. Passiert ist das bislang nicht. Derzeit liefen Vorbereitungen, den ersten See in der Lausitz an den Freistaat zu übergeben, erklärte Steinhuber gestern, gut zwei Jahre nach der Frist. Leichter hatte es da der Cospudener See.Wasserfläche und Ufer seien vorher an die Städte Markkleeberg und Leipzig veräußert worden, erklärte Steinhuber.

 Wenn der Freistaat eines Tages die Seen besitze, seien sicher die Verträge mit der Gemeinde überflüssig, erläuterte Steinhuber. Für die vorzeitige Nutzung des Störmthaler Sees jetzt bedürfe es aber Absprachen mit der LMBV als Besitzer, was dort möglich sei.

 Lantzsch plagt noch ein anderes Problem. Denn über seine Kommunalaufsicht erlaubt der Freistaat seinen Kommunen gar nicht, für alles die Verantwortung zu übernehmen. Lantzsch: "Da müssen wir noch mal mit der Kommunalaufsicht reden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.02.2014
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zwei Wochen im togolesischen Kinderdorf Tomegbé liegen hinter Falk Weinhold und Duc van Luong von der Hilfsorganisation "Ingenieure ohne Grenzen". Zwei Wochen voll Arbeit und Begegnungen, die sie nicht vergessen werden.

18.02.2014

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_30641]Großpösna. Weitgehend reibungslos aus Sicht des Bauherren lief bislang der Bau der neuen Ortsumfahrung von Störmthal. Plangemäß soll dort zum Ende des Jahres der Verkehr rollen, einen konkreten Übergabetermin mochte das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gestern aber noch nicht nennen.

17.02.2014

Hand aufs Herz: Sachsen ist nicht gerade eine Karnevalshochburg. Dennoch gibt es unzählige Faschings- und Karnevalsvereine. Einer der ältesten ist mit seinen 60 Jahren der Carneval-Club Zwenkau (CCZ).

16.02.2014