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Markkleeberg „Die Zeit sitzt uns im Nacken“ - Gottesdienst an der Radfahrerkirche Zöbigker
Region Markkleeberg „Die Zeit sitzt uns im Nacken“ - Gottesdienst an der Radfahrerkirche Zöbigker
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15:31 05.04.2010
„Es ist hundekalt, aber einem großen Ziel muss man auch mal entgegenzittern“, sagte Walter Christian Steinbach (CDU) im Grußwort. Der Präsident der Landesdirektion gehörte zu den Besuchern des Radfahrergottesdienstes an der Radfahrerkirche Zöbigker. Quelle: André Kempner
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Steinbach wollte vor allem Mut machen für ein Vorhaben, das den Beteiligten noch einiges abverlangen wird. Ein Projekt scheitere nie am Geld, wenn es genügend Unterstützer hat, betonte er. „Das Wasser allein wird es hier im Neuseenland nicht richten, wir brauchen auch Vernetzungen von Menschen, Räumen und Kultur.“ Die Radfahrerkirche erfülle diese Aufgabe in vorzüglicher Weise. Die Besucher des von der Kirchgemeinde Markkleeberg-West organisierten Gottesdienstes konnten schon sehen, was bereits auf der Habenseite steht. „Die Kirchenmauer ist gerade fertig geworden“, freute sich Pfarrerin Kathrin Bickhardt-Schulz.

Markkleeberg. „Es ist hundekalt, aber einem großen Ziel muss man auch mal entgegenzittern“, sagte Walter Christian Steinbach (CDU) in seinem Grußwort. Der Präsident der Landesdirektion gehörte am Montag zu den Besuchern des mittlerweile vierten Radfahrergottesdienstes an der Radfahrerkirche Zöbigker.

Von der Wand und dem ebenfalls wiederhergestellten Eingangsportal seien nur Reste erhalten gewesen. Und ganz passend für eine Radfahrerkirche kamen auch noch Fahrradständer hinzu. Für Portal, Tür und Mauer mussten rund 32 000 Euro ausgegeben werden, berichtete Bernhard Büchel von der Kirchgemeinde. „Fördermittel gab es dafür leider keine, denn auf die gibt es keinen Rechtsanspruch.“ Nun sei die Rücklage für die Revitalisierung des Geländes aufgebraucht. „Doch die Zeit sitzt uns im Nacken, an der Kirchruine muss in den kommenden zwei bis drei Jahren etwas gemacht werden.“ Die Schäden würden sonst immer größer, irgendwann bleibt dann nur der Abriss. Soweit wolle man es aber nicht kommen lassen. „Auch die Stadt Markkleeberg wird sich bei diesem Projekt nicht aus der Affäre ziehen können“, so Büchel.

Er rechnet mit rund 300 000 Euro, die für die dringend notwendige Sicherung des Gotteshauses benötigt werden. Denkbar sei auch die Gründung eines Fördervereins. Es gebe interessierte Anwohner, die zudem über einen gewissen finanziellen Hintergrund verfügen würden. Ein wichtiges, wenn auch kleines Projekt ist jetzt geschafft. Die Radfahrerkirche hat ein eigenes Logo. Entworfen hat es Grafikerin Andrea Jütting, die dabei die Wellen des Cospudener Sees, ein Fahrrad und das Kreuzsymbol verschmelzen ließ. Das Logo soll in Kürze an der Kirchenmauer angebracht werden.     

Bert Endruszeit

Bert Endruszeit

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