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Markkleeberg Die andere Art des Wanderns
Region Markkleeberg Die andere Art des Wanderns
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18:00 29.03.2011
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Markkleeberg

Der Markkleeberger Henning Diestel setzt sich dafür ein, die Fahrradkirche Zöbigker als Ziel für Pilger bekannt zu machen.

Leipzig wird von zwei historischen Handelsstraßen berührt – von Ost nach West führt die Via Regia, von Nord nach Süd die Via Imperii. Auf diesen Routen zogen über mehrere Jahrhunderte nicht nur Kaufleute und Truppen durch die Lande, sondern auch viele Pilger. „Die Dorfstraße in Zöbigker ist ein Teil der Via Imperii“, weiß Diestel vom Freundeskreis Pilgerweg Via Imperii. Und da sich Pilger stets auch für Denkmäler am Wegesrand interessieren und für spirituelle Orte dankbar sind, kam schnell die Fahrradkirche Zöbigker ins Spiel.

Den vom Connewitzer Kreuz kommenden Pilgerweg könnte man der Einfachheit halber auch über den Pleißeradweg weiter nach Süden führen. „Doch dieser Radweg hat sich mittlerweile zu einer richtigen Magistrale entwickelt. Wanderer würden da in Gefahr geraten“, so Diestel. Aus diesem Grund soll der Weg vom Connewitzer Holz über den Wolfswinkel, den Equipagenweg, die Martin-Luther-Kirche und die Mendelssohnstraße bis zur Fahrradkirche führen. Von dort geht es weiter über die Neue Harth zum Bahnhof Gaschwitz in Richtung Großdeuben. „Die weitere Strecke von Borna nach Altenburg ist schon gut ausgeschildert“, freut sich Diestel. In Leipzig und Markkleeberg sollen auch bald entsprechende Aufkleber mit der Jakobsmuschel auf den Pilgerweg hinweisen. Die finden auf vorhandenen Wegweisern Platz. „Markkleeberg und Böhlen haben bereits grünes Licht gegeben“, sagt Diestel, der sich gemeinsam mit seiner Frau Ingrid, Rainer Benedix von der Großstädtelner Kirchgemeinde sowie dem Bornaer Heino Streller um den Pilgerweg kümmert. Ziel sei es, bis zum 3. Sächsischen Wandertag Anfang Mai alle Markierungen anzubringen.

Diestel und seine Mitstreiter haben unterdessen schon das nächste Projekt im Blick. So soll bis zum Reformationsjubiläum im Jahr 2017 der Lutherweg Gestalt annehmen. Der führt von Eilenburg nach Leipzig und verläuft weiter über Borna nach Zwickau. Gerade im Leipziger Südraum sei die Festlegung geeigneter Wanderrouten aber keine einfache Sache. So zerschneiden die Tagebaue oftmals die historischen Routen, manchmal müssen private Waldbesitzer für das Projekt gewonnen werden.

Doch wie auch immer die künftigen Pilgerwege verlaufen, empfehlenswert sei diese ganz besondere Form des Unterwegsseins immer, so Diestel. „Auf diese Weise kann man die Hektik des Alltags hinter sich lassen.“ Er weiß, wovon er spricht. Diestel hat sich schon mehrfach auf Pilgerpfade begeben. „In diesem Jahr wollen wir den spanischen Küstenweg ausprobieren. Als dort die Mauren herrschten, diente der den Pilgern als Ausweichstrecke."

Bert Endruszeit

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