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Markkleeberg Döhlener entsorgen ihr Abwasser jetzt zentral
Region Markkleeberg Döhlener entsorgen ihr Abwasser jetzt zentral
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07:00 12.07.2016
Holger Schulz mit Steffi Gebauer und Marion Liebig vom Bauamt (v.r.) beim Vor-Ort-Termin in Döhlen. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Als im Juni 2013 beim Jahrhunderthochwasser die Weiße Elster den Zwenkauer Ortsteil Rüssen-Kleinstorkwitz bedrohte, war die Situation in der Ortslage Döhlen direkt hinter dem Deich hoch brisant. Feuerwehrleute, Mitarbeiter der Stadt, Vereinsmitglieder und zahlreiche Bürger waren damals Tag und Nacht im Einsatz, kämpften mit Sandsäcken und schwerer Technik gegen die Fluten. Die Häuser der 91 Döhlener konnten gerettet werden, die Infrastruktur nahm derweil großen Schaden.

Drei Jahre später ist der Deich im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung mit Spundwänden verstärkt, ein komfortabler Deichverteidigungsweg angelegt. Neu gebaut wurde von der Stadt Zwenkau mit rund 287 000 Euro aus dem Hochwassersanierungstopf in den vergangenen Monaten noch der Elsterweg einschließlich Straßenentwässerung.

„Vor der Flut war der Elsterweg im Grunde nur ein besserer Feldweg. Jetzt sind 1100 Quadratmeter Fahrbahn asphaltiert, 550 Quadratmeter gepflastert und es ist eine, wenn auch nur einspurige so doch ordentliche Erschließungsstraße geworden“, erklärt die Zwenkauer Bauamtsleiterin Steffi Gebauer beim Vor-Ort-Termin mit Bürgermeister Holger Schulz (CDU) und ihrer Kollegin Marion Liebig.

Vorbei sind auch die Zeiten, als die Döhlener Hausbesitzer ihre Abwässer noch dezentral entsorgen mussten. „Die Grundstücke in der Lindenstraße, im El-sterweg und Am Scheidtplatz sind jetzt entsprechend des Abwasserbeseitigungskonzeptes der Stadt an die zentrale Abwasseranlage angeschlossen“, erklärt Gebauer. Das Schmutzwasser werde über eine Hauptpumpstation und eine Abwasserdruckleitung zur Kläranlage nach Kleindalzig geführt. Dessen Betreiber ist der Abwasserzweckverband „Weiße Elster“. Die Maßnahme kostete insgesamt 700 000 Euro. Pro angeschlossenem Einwohner habe es 200 Euro Fördermittel dazu gegeben, so Gebauer.

Was jetzt in Döhlen noch fehlt, ist das Straßenbegleitgrün, wie es im Amtsdeutsch so schön heißt. Geplant sei Rasen und der soll in den nächsten Wochen gesät werden, versicherten Bürgermeister und Bauamtsleiterin unisono.

Von Ulrike Witt

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