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Markkleeberg Dokumente des Wandels
Region Markkleeberg Dokumente des Wandels
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08:29 18.10.2016
Die Gewinner des Wettbewerbs „Mehr als nur Kohle“ mit ihren Fotografien: Swen Kozitzki, Frank Türpe und Klaus Arnhold (von links). Quelle: André Kempner
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46 Hobby-Fotografen hatten sich mit rund 160 Aufnahmen an dem von Mibrag, Bergbau-Technik-Park, dem Verein Kuhstall und dem Dachverein Mitteldeutsche Straße der Braunkohle ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt.

„Was hier in der Region passiert, geht über Kohle weit hinaus. Es ist ein unglaublicher Wandel passiert“, sagte Stephan Uhlemann, von der Mibrag. Wer herkomme und vorher noch nie in der Region gewesen sei, könne sich das gar nicht vorstellen. Und so galt es für die Fotografen, den Wandel festzuhalten. Keine leichte Aufgabe für die Jury aus den 160 Bildern auszuwählen. So gab es denn auch fünf Anerkennungspreise (Hans Drechsel, Melvyn Röder, Corinna Wujtschik, Horst Kurzweg), und je eine Auszeichnung für den Nachwuchs (Sebastian Sporbert) und die Fotosafari (Uta Finke).

Die Vergangenheit festgehalten hatte Swen Kozitzki mit seinem Bild „Der letzte Zug“, mit dem er wegen der ungewöhnlichen Farbgebung die Jury beeindruckte und den dritten Preis erreichte. „Fotografiert hatte ich die alte Lok schon vor ein paar Jahren im Bergbau-Technik-Park. Damals war sie noch frei zugänglich. Es waren bereits ein paar Teile abmontiert worden, daher wollte ich sie festhalten“, erklärte Kozitzki. Für den Hobbyfotografen aus Teuchern war es selbstverständlich, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen: „Bei uns ist die Kohle allgegenwärtig, weil der ganze Ort davon umgeben ist.“

Der Hintergrund stand für Klaus Arnhold aus Markkleeberg fest, auf sein Motiv hat der 72-Jährige, der sein Leben lang im Bergbau gearbeitet hat, gewartet. Vor dem Hintergrund des Markkleeberger Sees, des Bergbau-Technik-Parks und einer Skulptur hielt er einen Teilnehmer des Rollski-Weltcups fest. Ein Bild, das bei einem anderen Wettbewerb schon einmal einen Publikumspreis und bei dem der Mibrag den zweiten Platz erreicht hat.

Das mitten im Tagebau Schleenhain hervorbrechende Leben in Form einer sehr jungen Birke vor dem Hintergrund eines sich bedrohlich nähernden Baggers brachte Frank Türpe den ersten Preis. Das Motiv, vor allem aber auch die Farbkomposition hatten die Jury beeindruckt. Für den Markkleeberger, der auch einen Anerkennungspreis für sein Bild „Fotospaß im Tagebau“ erhielt – die Auswahl erfolgte jeweils anonymisiert –, sein persönlich bestes Foto. „Für mich verbindet sich damit die Hoffnung, dass aus dem Pflänzchen ein Baum, daraus ein Wald und schließlich ein bei allen beliebtes Erholungsgebiet wird“, sagte Türpe über das Foto „Selbstheilung der Natur.“ Ein schönes Symbol für die Entwicklung der Region.

Kerstin Leppich

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