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Markkleeberg Drei Generationen Glücksbringer
Region Markkleeberg Drei Generationen Glücksbringer
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00:27 02.01.2016
Vier „Men in black“ auf einem Dach: Christian, Tino und Dieter Schärschmidt sowie Azubi Roy Blumentritt (v.l.) lieben ihren Beruf mit Aussicht. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Drei Generationen der Schornsteinfeger-Dynastie Schärschmidt steigen den Menschen gerne aufs Dach, von Berufs wegen. Sie sorgen für gute Luft und praktizieren die einzig erlaubte Schwarzarbeit. Zum Jahreswechsel sind sie als Glücksbringer wieder ganz besonders gefragt.

Wenn sie in voller Montur durch die Straßen schlendern, werden sie gerne angesprochen und angefasst. Man streicht ihnen kurz über die Schulter, junge Damen gehen mit Vorliebe leidenschaftlicher ans Werk. „Die umarmen uns gleich mal kräftig“, gesteht Tino grinsend. Bezirksschornsteinfeger Dieter Schärschmidt ist auf solche Treffen bestens vorbereitet. In der linken Jackentasche hat er putzige, kleine Schornsteinfeger aus Plastik, aus der rechten zaubert er goldene Glückstaler.

Er lebt schon fast 50 Jahre auf dem Dach. Nach der Lehre in Markranstädt zog es ihn in die Meisterschule nach Leipzig, seit 1980 arbeitet er selbstständig im Leipziger Land.

Langeweile kennt er nicht, er ist in Großlehna, dem Sitz des Schornsteinfegermeisterbetriebs der Familie, in vielen Vereinen Ehrenmitglied oder aktiv, bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Männerchor, im Schulförder-, Reit- oder Heimatverein. An seinem zweiten Wohnsitz in Kötzschau ist er seit 25 Jahren stellvertretender Ortsbürgermeister und Stadtrat in Leuna. „Man kennt jeden, wenn man so lange hier wohnt“, erklärt er. „Ich bin meiner Heimat immer treu geblieben.“

Die ganz besondere Liebe zu seinem Job hat er in der Familie weitergegeben, den Nachwuchs zum Praktikum mitgenommen und begeistert. Sohn Tino, 38 Jahre, inzwischen Meister, hat bei ihm gelernt, ebenso Neffe Christian, 28 Jahre. Enkel Roy Blumentritt, 19, absolviert gerade sein drittes Lehrjahr.

„Sie sind alle dabei geblieben, sie mögen den Umgang mit den Menschen, das vielfältige Handwerk und sie genießen das Panorama vom Giebel herab“, erklärt Dieter Schärschmidt. Nicht nur die Fernsicht fasziniert immer wieder, auch überraschende Einblicke auf vermeintlich abgeschirmte Terrassen und Balkone. „Wenn sich jemand entspannt sonnt, denkt er ja nicht daran, dass von oben jemand zusehen könnte“, schmunzelt Schärschmidt.

Von Gislinde Redepenning

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