Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Dritter Anlauf zur Durchforstung
Region Markkleeberg Dritter Anlauf zur Durchforstung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 16.01.2013
Holzeinschlag: Vorarbeiter Hartmut Becker vom Revier Colditz entastet einen Baum, der bei der Durchforstung im Oberholz gefällt wurde. Maximal bis Mitte März soll die Aktion laufen, die helfen soll, die einheimische Eiche in dem Wald zu stärken. Quelle: André Kempner

Hartmut Becker legt die Säge an: Links eine Kerbe geschnitten, dann rechts etwas oberhalb genau waagerecht angesetzt, ein kurzes Aufheulen der Stihl-Maschine, ein Warnruf von ihm – schon fällt der Baum. „Alle 40 Meter werden hier Rückegassen in den Wald geschnitten“, erläutert Revierleiter Christoph Seifert. Üblich sei eigentlich ein Abstand von 20 Metern, „aber das ist ein befahrungssensibler Standort hier“, erzählt er.

Weil die Rückegassen, über die die Stämme aus dem Wald geholt werden, so weit auseinander liegen, können auch die sonst üblichen Rückezüge mit ihren zehn Meter langen Teleskoparmen die Stämme nicht alleine aus dem Wald holen. „Wir werden dazu auch Pferde einsetzen“, erklärt Seifert.

Selbst bei den Fällungen geht der Forstbezirk auf Nummer sicher. „Wir setzen hier keine maschinellen Harvester ein, wie sonst üblich“, so der Förster. Die eigenen Waldarbeiter des Bezirks würden die Bäume fällen. Insgesamt werde die Maßnahme durch die besonderen Umstände bestimmt rund 30 Prozent teurer, aber das sei eben dem besonders sensiblen Standort geschuldet.

Maximal nur bis zum 15. März soll die Durchforstung des Oberholzes dauern, auch aus Rücksicht auf den besonderen Schutz des FFH- und Vogelschutz-Gebietes. Dabei würden zu dicht stehende und standortfremde Bäume wie Birken, aber auch aus Amerika stammende Roteichen entnommen, um den einheimischen und waldtypischen Eichenbestand zu stärken.

„Die Durchforstung wollten wir schon seit Jahren machen, zweimal schon mussten wir wieder abbrechen, weil der Boden zu weich wurde und sonst Schaden genommen hätte“, sagt Seifert. In diesem Jahr seien die Verhältnisse aber besser, der Frost trage seinen Teil dazu bei.

Gefällt werden müssten auch gut 20 an der Rudolf-Breitscheid-Straße stehende alte Eichen, bedauert er. Dies geschehe aus Gründen der Verkehrssicherung. In den Eichen gebe es sehr viel Totholz, das sonst herunterfallen und Fußgänger verletzten könnte.

Gearbeitet werde nur im nördlichen Oberholz, rund um die frühere Wallanlage, so Seifert. Wegen der Fällungen würden in den nächsten Wochen immer wieder Waldwege gesperrt, bittet er um Verständnis.

Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Premiere beim Zwenkauer Neujahrsempfang: Bürgermeister Holger Schulz (CDU) hat am Freitagnachmittag zum ersten Mal den Ehrenamtspreis „Kleiner Laurentius“ verliehen.

14.01.2013

CDU-Politiker haben sich diese Woche in Markkleeberg zu einem Krisengipfel in Sachen Agra-Brücke getroffen. Eingeladen hatte die Pegauer Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf.

12.01.2013

„Wir sind ganz begeistert, wir haben eine neue Kantorin. Eine nette junge Frau, sehr talentiert. Als Chorleiterin hat sie richtig was drauf.“ Das erzählte jüngst die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Zitzschen, Sybille Tilger.

17.10.2018