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Markkleeberg E-Flitzer sind in weniger als 30 Minuten mobil
Region Markkleeberg E-Flitzer sind in weniger als 30 Minuten mobil
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06:00 08.06.2018
Konstanze Lenz, Oberbürgermeister Karsten Schütze und Andreas Auerbach (von links) weihen die neue Schnellladesäule ein. Quelle: Foto: André Kempner
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Markkleeberg

In Markkleeberg hat die erste Schnellladesäule für Elektro-Autos ihren Betrieb aufgenommen. Sie verfügt über die drei gebräuchlichsten Anschlüsse. Stromer, die hier andocken, können ihren Akku in weniger als 30 Minuten fast vollladen.

Die neue Säule, an der parallel zwei Fahrzeuge laden können, ist eine von insgesamt rund 30, die der Energieversorger EnviaM bis Ende diesen Jahres im Umkreis installieren wird, die Hälfte davon mit der Schnellladefunktion, die in knapp 30 Minuten 85 Prozent der Ka­pazität auffüllt. Sie ist in der Ver­bindung zwischen Friedrich-Ebert- und Pater-Kolbe-Straße zu finden. Die dafür vorge­sehenen Parkflächen stehen für die Dauer des Ladevorgangs kostenfrei zur Verfügung.

„Wir sind überzeugt davon, dass sich Elektromobilität durchsetzen wird, deshalb schaffen wir die Voraussetzungen dafür“, betonte Andreas Auerbach, Vertriebsvorstand der Envia. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) warb gegen gängige Vorurteile für den Fahrspaß mit Elektroautos: „Das Fahrgefühl ist fantastisch. Wenn man es einmal ausprobiert hat, will man es nicht mehr missen.“ Die Beschleunigung sei für einen Kleinwagen beeindruckend. So laufe das im März begonnene Pilotprojekt mit der Vermietung von Elektroautos gut an. „Seit der Einführung wird es rege genutzt. Es ist ganz leicht, sich im Internet unter www.enviam-gruppe.de anzumelden“, so Schütze. Man bräuchte nur einmal den Führerschein vorzuzeigen, dann funktioniere alles denkbar einfach.

Probefahrt überzeugt Skeptiker

Um die Verkehrswende voranzubringen, müsse man Legenden widerlegen und Skeptiker überzeugen. Das gelinge am besten mit einer Probefahrt. Die drei häufigsten Kritikpunkte und Unsicherheitsfaktoren seien, so Andreas Auerbach, Reichweite, Infrastruktur und der Preis. An der Reichweite arbeiteten Autobauer mit Hochdruck, sie habe sich schon deutlich verbessert. Die Antwort auf die Infrastruktur gebe man mit der Einweihung der neuen Schnellladesäule und weiteren geplanten. So werde Elektromobilität alltagstauglich. Und der Preis, so seine Prognose, gehe künftig immer weiter runter.

Es habe sich viel getan. Je dichter das Netz, desto größer die Attraktivität, findet auch Gerald Lehne, der erste Beigeordnete des Landkreises Leipzig. „Wir sollten unsere Fahrzeugflotte überprüfen“, meint Lehne. In einigen Jahren könne auch eine Umstellung bei Bussen und LKW Thema werden.

„Der Standort am Envia-Sitz ist ideal, nicht nur für Markkleeberger. Auch Touristen oder Besucher des Neuseenlandes, die mit der S-Bahn anreisen, können nach einem kurzen Fußweg ins E-Auto umsteigen, um das Neuseenland zu erkunden“, sagte Schütze.

Von Gislinde Redepenning

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