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Markkleeberg Ehrenamts-Community bringt Vereine und Helfer im Südraum Leipzig zusammen
Region Markkleeberg Ehrenamts-Community bringt Vereine und Helfer im Südraum Leipzig zusammen
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00:29 09.01.2016
Mit Postkarten wie dieser wirbt die Ehrenamts-Community für ihr kostenloses Angebot. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Der Heimatverein Zitzschen sucht einen Web-Administrator und engagierte Mitstreiter, der Weinbauverein Störmthal Parzellenpächter, der Kuhstall-Verein Großpösna Kulturbetreuer, die Kindervereinigung Leipzig Betreuer für ihre Feriencamps: Inzwischen tummeln sich über 60 Vereine und Initiatoren bei der Ehrenamts-Community im Südraum Leipzig. Die will – wie berichtet – Menschen zusammenbringen: Solche die gerne helfen wollen mit solchen, die Unterstützung suchen.

Seit einem guten Jahr sei das Angebot unter www.einsatz-ehrenamt.de im Netz verfügbar, erzählt Martin Wolter vom Zweckverband Kommunales Forum Südraum Leipzig. Der Verband hatte das Projekt im Rahmen der Daseinsvorsorge im Südraum mit Fördergeldern des Freistaats auf die Beine gestellt, Vereine befragt, ein Konzept erarbeitet, mit der Freiwilligen-Zentrale der Diakonie Leipziger Land Partner für die Pflege des Angebotes gefunden.

„Es gibt 540 Vereine in unserer Region“, hat Wolter herausgefunden. „Aber nur 250 haben überhaupt eine Mail-Adresse“, umschreibt er eine Hürde der Ehrenamts-Community. Denn die setzt voll aufs Internet und die Möglichkeiten der „Sozial Media“: Die Menschen können sich und ihre Interessen vernetzen mit anderen Gleichgesinnten. Sie müssen nur im Internet aufeinander treffen.

Im ländlichen Raum seien allerdings noch nicht so viele im Internet unterwegs, weiß Wolter. Die bisherigen 60 registrierten Vereine und Initiativen seien zwar schon ganz gut, aber er macht keinen Hehl daraus, dass es gerne auch mehr sein könnten. Für ihn ist die Ehrenamts-Community daher auch ein Zukunftsprojekt, das noch Zeit benötigt.

So solle im zweiten Halbjahr das bisher Erreichte nochmal genauer untersucht werden. Denn Angaben, wie viele Vereine über das Angebot nun schon Helfer oder Gleichgesinnte gefunden haben, fehlten zum Beispiel, erklärt Wolter. „Wir wollen bei den Vereinen abfragen, wie das Angebot wahrgenommen wird“, sagt er. Danach solle geschaut werden, wie das Angebot weiter verbessert werden kann.

So gibt es zum Beispiel schon jetzt die Möglichkeit, regionale Mitfahrangebote einzustellen. Genutzt werde es jedoch kaum, fragt sich Wolter. Bei der Evaluierung solle geschaut werden, warum das so ist. Möglich wäre künftig auch, etwa eine Tauschbörse für nicht mehr benötigte Dinge einzurichten. Kontakt will Wolter zudem zur Freiwilligenagentur Leipzig aufnehmen und nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit im direkten Umfeld Leipzigs fragen. „Etwa wenn Helfer fürs Lichterfest im Agra-Park gesucht werden, oder für die Pflege der dortigen Anlagen“, erläutert er den Hintergrund.

Über die Ehrenamts-Community hatte das Markkleeberger Aktionsbündnis „Kein Rassismus – keine Gewalt“ sogar Ordner für seine Demo gegen die „Offensive für Deutschland“ im Oktober gesucht. Das Beispiel zeigt: Möglichkeiten zur Nutzung gibt es viele. Diese sei und bleibe kostenlos, verspricht Wolter. Interessierte Vereine müssten sich nur in wenigen Schritten einmal registrieren, schon gehe es los. „Das Projekt ist definitiv für die Zukunft gebaut“, sagt er. „Wir haben die Infrastruktur geschaffen und müssen nun schauen, wie wir sie bekannter machen und ausbauen können.“

Von Jörg ter Vehn

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