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Markkleeberg Ein Bauspielplatz für Kinder
Region Markkleeberg Ein Bauspielplatz für Kinder
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13:52 19.05.2015
Roberto Weber vom Jugendclub (links) und Matthias Piech von der Kindertischlerei (2.v.r.) werkeln mit Kindern auf dem Bauspielplatz. Quelle: André Kempner

Dabei entstehen unter anderem kleine Hütten aus Euro-Paletten. In frühere Zeiten will Jugendclubleiter Roberto Weber die Besucher versetzen - "in die Zeiten, als noch vieles mit der Hand gemacht werden musste".

Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass derzeit auf dem Gelände hinter dem Kuhstall ein Spinnrad, eine alte Schnitzbank und eine Feuerstelle zu finden sind. "Hier geht es schon etwas altertümlich zu", sagt Weber.

Die Ferienkinder stört das nicht - im Gegenteil. Sie sind von dem Angebot begeistert, können endlich einmal mit Werkzeugen hantieren, über offenem Feuer kochen und Kräutersalz herstellen. "Für Kinder ist es unglaublich wichtig, mit Naturmaterialien zu hantieren. In der heutigen Zeit von Überfluss bei Medien und Spielsachen haben sie kein Gespür mehr dafür, etwas selbst zu gestalten", macht eine Mutter deutlich, die ihren Sohn begleitet.

Auch der achtjährige Tom aus Großpösna nutzt die Ferientage für den Bauspielplatz. Er will unbedingt ein Schwert schnitzen, braucht bei der Arbeit aber noch Hilfe. Währenddessen nimmt sich der zehnjährige Jonas beherzt einen Hammer und schlägt einzelne Bretter aus den Euro-Paletten. "Wir wollen ja auch ein Fenster in der Hütte haben", begründet er. Hilfe bekommen die Jungen von Matthias Piech, der die Kindertischlerei des Kuhstall-Vereins leitet. Er achtet auf den richtigen Umgang mit Hammer und Säge, sorgt für den entsprechenden Schutz und ist eine wandelnde Aufbauanleitung. 40 Paletten haben Jugendclub und Piech für das Ferienprojekt vom ortsansässigen Kartonwerk bekommen. Etliche warten noch auf ihre Verwendung.

Am Tisch der Musik- und Naturpädagogin Silvia Needon sind hingegen eher die Mädchen zu finden. Sie lernen dort, aus Filz Blumen oder Bälle herzustellen, Salz mit den passenden Kräutern zu vermischen, dass es hinterher auch auf Brot schmeckt, und aus Wolle Fäden zu spinnen. "Sie sollen hier einfach mal das machen, was ihnen Spaß macht", betont Weber. Es gebe keinerlei Vorgaben, denn Kinder seien viel kreativer, "wenn die Erwachsenen nicht immer reinreden", wie es Piech ausdrückt.

Ohne Anmeldung können Ferienkinder bis Ende nächster Woche täglich zum Jugendclub kommen. Ab 10 Uhr wird gesägt, gebohrt und gekocht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.07.2014
Julia Tonne

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