Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ein Blick hinter die Kulissen

Ein Blick hinter die Kulissen

Großpösna. Es gab viel zu erklären am Tag der offenen Baustelle im Bergbau-Technik-Park am Samstag. Projektleiter Michel Kothe, Vereinsvorsitzender Peter Krümmel und andere führten durch das künftige Freilichtmuseum an der A 38, das sich seit dem Spatenstich Ende Mai gewaltig verändert hat.

„Hier sollen Gleise entstehen, die die Verbindungen zwischen den beiden Tagebaugeräten veranschaulichen“, sagte Kothe am Anfang der Tour zu seiner 20 Mann starken Gruppe. Einige hatten sich weitsichtig Gummistiefel angezogen. Bandabsetzer und Schaufelradbagger zur Linken und zur Rechten, zwei knapp 30 Meter große Geräte, die lange im Tagebau Espenhain gedient haben. Auf dessen Fläche soll ab Frühjahr 2011 der fünf Hektar große Bergbau-Technik-Park den Kreislauf der Kohle veranschaulichen.

Kothe schritt zu einem kleinen Beton-Rohbau: „Das wird der künstliche Stollen.“ Er soll Ausstellungsstücke und einen Raum beherbergen, der gemietet werden kann. Weiter ging es zum Bandabsetzer. „Auf diese Anhebung“, sagte Kothe, und deutete auf einen Hügel Richtung Autobahn, „haben wir Schienen gelegt, damit man beobachten kann, wie die Natur sich die Landschaft zurückholt.“ Mit den Führungen wolle der Verein zeigen, dass es wirklich losgehe, so Kothe in Anspielung auf mehrere Verschiebungen des Baustarts. „Wir wollen auf der einen Seite Gäste fürs nächste Jahr werben.“ Auf der anderen hätten viele Menschen für den Park gespendet, schließlich musste der Verein zehn Prozent der 1,2 Millionen selbst tragen. „Denen wollen wir vorführen, was aus ihrem Geld wird.“

Den Gästen schien zu gefallen, was auf der Fläche des ehemaligen Tagebaus entsteht: „Ich habe 30 Jahre im Tagebau Zwenkau als Baggerfahrer gearbeitet, und finde es gut, dass diese Periode aufbereitet wird“, sagte ein weißhaariger Herr, der seinen Namen nicht verraten wollte. „Man kann sich keine Vorstellung davon machen, wie viel Erde weggebaggert werden musste, bevor es an die Kohle ging – außer, man sieht es selbst.“ Darum finde er den Bergbau-Technik-Park so sinnvoll.

Unter dem Absetzer soll mit einem Labyrinth aus Förderbändern an die Orte erinnert werden, die dem Tagebau weichen mussten. Ein zerbrochener Kranz des Schaufelradbaggers erinnert daran, dass diese Epoche Vergangenheit ist.

Florian Bamberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markkleeberg
Markkleeberg in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 31,36 km²

Einwohner: 24.240 Einwohner (Dezember 2015)

Bevölkerungsdichte: 773 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04416

Ortsvorwahlen: 034297, 034299, 0341

Stadtverwaltung: Rathausplatz 1, 04416 Markkleeberg

Ein Spaziergang durch die Region Markkleeberg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • VDE 8 - Alle Infos und Fakten

    Am 10. Dezember eröffnete Deutschlands größte Bahnbaustelle, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 - hier gibt es Infos, Hintergründe und Foto... mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr