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Markkleeberg Ein Drittel der Verträge fehlen noch fürs schnelle Netz
Region Markkleeberg Ein Drittel der Verträge fehlen noch fürs schnelle Netz
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15:44 26.03.2018
Zu 500 Anmeldungen fehlen noch einige. 68 Prozent sind erreicht. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Auf der Webseite der Telekom saust eine magentafarbene Linie von 0 auf 68 Prozent. 100 müssen es sein, damit die Markkleeberger Ortsteile Wachau, Auenhain, Gaschwitz, Großstädteln und Teile des Eulenbergs noch in diesem Jahr ein superschnelles Internet bekommen.

Im Januar haben Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) und Rainer Frank, Regionalmanager der Telekom für Mitteldeutschland, eine Absichtserklärung für das Pilotprojekt Glasfaserausbau unterzeichnet (die LVZ berichtete). Markkleeberg wurde deutschlandweit als eine von drei Kommunen ausgewählt, die mit dem Glasfasernetz ausgestattet werden soll und die mit der zukunftsfähigen Infrastruktur als erste Stadt in der Region jedem Bürger einen leistungsfähigen Internetanschluss bieten kann.

Grundvoraussetzung für einen wirtschaftlichen FTTH-Ausbau sind mindestens 500 Vorverträge von den 1600 betroffenen Haushalten, die bis zum 2. Mai abgeschlossen sein müssen. FTTH bedeutet „Fiber to the Home“, übersetzt Glasfaser bis nach Hause. Die Glasfaserleitung endet also nicht mehr am Verteilerkasten auf dem Bürgersteig oder im Keller des Hauses, sondern führt direkt in die Wohnung.

Der geplante Ausbau für die Haushalte und Betriebe könnte laut Telekom bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Dazu würde die Firma 48 Kilometer Glasfaser verlegen und 30 neue Netzverteiler im Stadtgebiet aufstellen.

Möglich wird der schnelle Ausbau durch das Trenching-Verfahren. Das ist die kostengünstigere Variante im Vergleich zu erdverlegten Leitungen. Statt die Straße mühsam mit Baggern aufzureißen, werden schmale Schlitze entlang der Bordsteinkante in den Gehweg gefräst, denn „trench“ heißt Graben oder Einschnitt. In die Fuge werden Rohre verlegt, gleich danach wird sie wieder stabil verschlossen. Die Glasfaserleitung kann später in das Rohr eingeblasen werden.

Der Vorteil: Fotos, Videos und Musik legen ihren Weg im Glasfaserkabel ungebremst zurück. In den Kupferleitungen, die bislang Signale auf dem letzten Stück zwischen dem Verteilerkasten auf der Straße und dem Wohnungsanschluss übertragen haben, nimmt die Geschwindigkeit aber Meter für Meter ab.

Mieter, die die Einverständniserklärung des Eigentümers brauchen, und Hausbesitzer, ob Telekom-Kunde oder nicht, können sich auch im Alphatec-Markt in Wachau oder einem der fünf Telekomshops in Leipzig registrieren und beraten lassen. Immobilien-Besitzer, die sich für ein Telekom-Produkt entscheiden, bekommen den Netzanschluss bis zum 2. Mai kostenfrei. Wer sich später entscheidet, zahlt 799,95 Euro.

Alles Wissenswerte rund um Anschlüsse und Tarife erfahren interessierte Bürger vom heutigen Dienstag an bis zum Samstag am Info-Truck der Telekom auf dem Parkplatz vor dem Globus-Markt in Wachau.

Von Gislinde Redepenning

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