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Markkleeberg Ein Platz für Geschichte(n)
Region Markkleeberg Ein Platz für Geschichte(n)
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16:48 27.03.2012

Das kleine Haus neben dem Eingang des Rittergutes in Großpösna ist saniert und frisch bezogen. Die Interessengemeinschaft Ortschronik findet hier einen Platz – und mit ihr viele Dokumente und Artefakte.

Dabei sah es vor wenigen Jahren nicht danach aus, dass das Häuschen überhaupt erhalten werden könnte. Es war zu klein und von zu geringem Wert, um es innerhalb des Konzeptes „Ortskernsanierung“ zu restaurieren. „Aber es wäre zu schade gewesen, es einfach abzureißen. Außerdem hätte dem Rittergut der Eingang gefehlt“, sagt Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos). Rund 133 000 Euro hat die zehnmonatige Sanierung die Gemeinde gekostet.

Erhalten geblieben sind die alten Fußböden, die Türen und Fenster sowie Teile der Wandbemalung. „Das passt jetzt sehr schön zusammen, transportiert die Geschichte des Hauses und daher ist es auch der ideale Ort für unsere Gruppe“, stellt Ellen Zschirnig, Leiterin der IG Ortschronik, fest. „Endlich haben wir Räume, wo wir auch mal etwas liegen lassen können“, atmet sie auf. Bisher kam die IG, die sich Mitte der 1980er-Jahre gegründet hat, im Kuhstall unter. Riesig ist das neue Heim mit seinen rund 40 Quadratmetern nicht, aber für eine kleine Gruppe reiche es, sind sich die sieben Chronistinnen einig.

Bis zur Wende war das Seitengebäude ein Wohnhaus, bis in die 1930er-Jahre war zudem im Untergeschoss ein kleiner Krämerladen untergebracht, wie sich Eva Bahndorf erinnert. Jetzt wartet auf die sieben IG-Mitglieder viel Arbeit. 15 Kartons mit historischen Schriften müssen noch ausgepackt, sie sollen nach einem modernen Archivierungssystem geordnet werden. Eines der wichtigsten Dokumente ist die Ersterwähnungurkunde von Großpösna. Der Ort wurde nachweislich 1190 gegründet. Das Original liegt zwar in Dresden, doch auch die Kopie ist für die Heimatforscher von Bedeutung. Ebenso wie Bilder und Dokumente über Christoph von Mühlbach, erster Postmeister in Sachsen und Besitzer des Rittergutes nach dem 30-jährigen Krieg.

Eines der nächsten Projekte wird die Erforschung der Straßennamen sein. Ihr Ursprung, aber auch die wechselnden Bezeichnungen wollen die Heimatforscher erkunden. Und zum Rittergutsfest möchten sie die Türen für Interessierte öffnen.

Wer Interesse an der Ortsgeschichte hat, kann sich an Ellen Zschirnig, Telefon 034297 71833, wenden.

Kerstin Leppich

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