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Markkleeberg „Ein Ruhepol in all dem Trubel“
Region Markkleeberg „Ein Ruhepol in all dem Trubel“
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18:11 26.07.2011
Schwergewicht Odysseus: Josefin Flechsig und Stefan Zimmermann mit dem 3,5-Tonner aus Cottaer Sandstein. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Doch das wird sich in den nächsten zwei Wochen ändern. Die Dresdner Marie-Josefin Flechsig und Stefan Zimmermann werden Odysseus im Rahmen des sechsten Steinbildhauer-Pleinairs am Markkleeberger See herausarbeiten.

Das sympathische Künstlerpaar hat bereits seine Spuren in Markkleeberg hinterlassen. Im vergangenen Jahr waren Flechsig und Zimmermann schon einmal auf Einladung des örtlichen Kunstvereins zu Gast. Damals gestalteten die gelernten Steinbildhauer die schöne Penelope, die seither am Ostufer in eleganter Pose allen Stürmen trotzt.

„Die Bedingungen sind ideal. Hoffentlich bleibt es so“, meinte Flechsig gestern Vormittag bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. „Perfekt“ findet ihr Partner den vom See-Betreiber, Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen Wachau (EGW), vorgeschlagenen Standort am Parkplatz Auenhain. „Mit dem Seepark und dem Kanupark in direkter Nachbarschaft wird Odysseus zu einem Teil des touristischen Geschehens und dennoch liegt er abseits als beständiger Ruhepol in all dem Trubel“, so der 40-jährige Zimmermann.

Seinen Ausdruck findet das Ansinnen auch in der entspannten Erzählpose des Odysseus. Der Sage nach berichtete er so an zwei Abenden den Phaiaken und ihrem König Alkinoos von seinen Abenteuern, die er nach dem Sieg über Troja bestehen musste.

Viel erleben werden in den nächsten beiden Wochen wohl auch die Bildhauer. Mit den ersten Neugierigen kamen sie gestern schon ins Gespräch. „Viele kennen unsere Penelope und wollen nun wissen, was wir dieses Jahr machen“, so Flechsig, die übrigens ihre Kindheit in Markkleeberg verbracht hat und nun zu Besuch bei ihrer Mutter ist.

Dass sich die Künstler heimisch fühlen, dafür sorgt auch wieder der Kunstverein unter Leitung von Maria-Luise Schulze. „Wir werden wie im letzten Sommer regelmäßig Kaffee und Kuchen vorbeibringen“, verspricht Schulze. Und sie drückt die Daumen, dass das Wetter die beiden Künstler diesmal nicht allzu sehr auf die Probe stellt. Indes: Allein der Blick über den Markkleeberger See entschädigt für alle Mühen. Penelope weiß das.

Ulrike Witt

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