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Markkleeberg Ein ganzes Dorf bastelt eine Pyramide eine Pyramide
Region Markkleeberg Ein ganzes Dorf bastelt eine Pyramide eine Pyramide
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15:06 19.05.2015
Mark Pirek und Jugendclubleiter Roberto Weber (von links) bauen auch bei Regenwetter an der Pyramide. Sie soll am Sonnabend aufgestellt werden. Quelle: André Kempner

Mehr als vier Meter hoch wird die Pyramide, die noch vor dem Jugendclub steht und dort nach und nach fertig gebaut wird. Die Idee kam von Jugendclubleiter Roberto Weber und den Besuchern, die dort ihre Freizeit verbringen. Für das Projekt waren selbst in den Räumlichkeiten gravierende Veränderungen notwendig. Kickertisch und Tischtennisplatte wurden zusammengeklappt und erst einmal beiseite geschafft, um Platz zu machen für Holz in allen Größen, Sägen und Werkzeuge aller Art.

"Wenn die Pyramide fertig ist, holen wir nur noch das Erzgebirge her", scherzt Weber, der sich über die große Beteiligung sichtlich freut. Denn das Ergebnis werde wohl jeden Handwerker im Erzgebirge vor Neid erblassen lassen. Das Sprichwort "Viele Köche verderben den Brei", treffe hier in keiner Weise zu. Vielmehr rückten die Bewohner der Gemeinde durch die gemeinsame Arbeit enger zusammen. "Jeder bringt das ein, was er am besten kann", erklärt Mark Pirek, der selbst bei Regenwetter in den Jugendclub kommt und zu Hammer und Nägeln greift. "Der eine baut direkt an der Pyramide, ein anderer kümmert sich um Flyer, die auf das Aufstellen am Sonnabend hinweisen, ein nächster macht sich Gedanken um die detaillierte Gestaltung des Bauwerks."

An den vergangenen Wochenenden wurde der Bau immer mit anderen Aktionen kombiniert, es gab bereits einen Stollenbacktag und eine Töpferwerkstatt. Die Beleuchtung für die Pyramide wird in diesen Tagen vom Kuhstall gebaut. "Eingebaute kerzenähnliche Leuchtröhren werden das Werk erstrahlen lassen", ist sich Petra Körner-Winter vom Kuhstall sicher. Um die unverzichtbaren Figuren auf den drei Ebenen kümmern sich laut Weber Schulkinder. Wie die letztlich aussehen, wird aber für alle Beteiligten eine Überraschung, denn "jeder gestaltet nach seinen Vorstellungen". Der Schmied kümmert sich währenddessen um die notwendigen Halterungen aus Eisen, die Mitglieder des Botanischen Gartens dekorieren am Sonnabend den Standort mit passenden Pflanzen.

Wo die drehbare Pyramide ihren Platz finden soll, haben die Jugendlichen bei den Großpösnaern erfragt. Die meisten von ihnen wünschten sich einen Standort im Ortskern, so dass das Bauwerk jetzt ganz zentral vor dem Kuhstall und dem Jugendclub aufgestellt wird. Doch bis dahin ist noch viel zu tun. Deshalb sind helfende Hände auch noch bis Sonnabend gern gesehen. Um 16 Uhr wird das Ergebnis den Großpösnaern präsentiert. Die Gemeindeverwaltung ist angetan von dem Projekt. "Wir freuen uns über das große Engagement des Jugendclubs", sagt Hauptamtsleiter Daniel Strobel.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.12.2013
Julia Tonne

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