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Markkleeberg Eine halbe Drehleiter für Markkleeberg
Region Markkleeberg Eine halbe Drehleiter für Markkleeberg
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14:25 19.05.2015
Für eine starke Feuerwehr: Rainer Walther, Gerald Hofmann, Karsten Schütze, Matthias Wendt und Andreas Knoll (von links). Quelle: André Kempner

Als "Schnulle" wird intern die Drehleiter bezeichnet. Und die habe einen hydraulischen Schaden, eine Reparatur sei nicht mehr rentabel.

Eigentlich sollte die alte Dame erst 2015 außer Dienst gestellt werden. Eine neue Drehleiter hat die Stadt auch schon geordert, nur wird mit deren Lieferung nicht vor dem Frühjahr gerechnet. "Letztes Weihnachten haben wir einen neuen Logistikwagen spendiert. Diesmal kann ich nur eine halbe Drehleiter mitbringen", erklärte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Denn das gute Stück koste mit rund 600 000 Euro eine beachtliche Stange Geld. Die Summe müsse in zwei Jahresscheiben aufgeteilt werden. "Nicht, dass Sie denken, wir knausern plötzlich mit der Freiwilligen Feuerwehr. Ganz im Gegenteil. Die Stadt hat außer der halben Drehleiter auch noch 200 000 Euro unter anderem für Hitzeanzüge, neue Jacken und Hosen sowie Brand-Übungsmodule bereit gestellt", so Schütze. Nun kommen auch noch die Kosten für eine Miet-Drehleiter hinzu.

Trotz des Ausfalls der Schnulle zog Ortswehrleiter Knoll eine positive Bilanz für 2014: "Unsere Kameraden haben über 3900 Stunden für das Gemeinwohl erbracht. Davon waren sie allein 1172 Stunden im Einsatz. Pro Alarmierung kamen im Schnitt 26 Leute. Wir können mit Fug und Recht sagen, dass wir eine funktionierende Einsatzabteilung haben, die auf moderne Technik zurückgreifen kann." 115 Mal sind die 66 Frauen und Männer der aktiven Abteilung bis dato alarmiert worden. 38 Mal rückten die Ehrenamtler zu Bränden, 49 Mal zu technischen Hilfeleistungen beispielsweise zur A 38 und den Seen aus. 28 Mal handelte es sich um Fehlalarme.

"Die Markkleeberger müssen sich um ihre Sicherheit keine Sorgen machen. Die Einsatzzahlen belegen die hohe Einsatzbereitschaft. Darauf können wir sehr stolz sein", erklärte der Rathauschef. Ein Grund sei, dass inzwischen 14 Kameraden bei der Stadt angestellt und damit auch in der Woche während der Arbeitszeit einsatzbereit sind. Positiv bewertete Schütze, dass seit Sommer drei Feuerwehrleute in drei Fraktionen des Stadtrates sitzen. "Auch wenn die Arbeit der Feuerwehr eine unpolitische ist, kann es nicht schaden, wenn Ihre Interessen in diesem Gremium vertreten werden."

Ein Thema war am Samstag auch "Knut". Ortswehrleiter Knoll machte seinem Ärger über öffentliche Mutmaßungen, seine Feuerwehr habe das Weihnachsbaum-Verbrennen am Zöbigker Hafen nicht beherrschen können, deutlich Luft. Daraufhin betonte der Oberbürgermeister: "Ich habe nie daran gezweifelt, dass Sie das Feuer im Griff haben. Dennoch stehe ich zu 100 Prozent zu meiner Entscheidung, das Verbrennen im großen Stil zu untersagen. Dies hat nichts mit der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zu tun, sondern mit Beschwerden von Anwohnern über eine zu starke Rauchbelastung."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.12.2014
Ulrike Witt

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