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Eisschicht verhindert Seenhochzeit

Eisschicht verhindert Seenhochzeit

Samstag in einer Woche sollten sich Markkleeberger und Störmthaler See mit einem großen Fest rund um die Schleuse vermählen. Gestern wurde der Termin abgesagt.

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Eis-Blockade: Unpassierbar sind Schleuse und Kanal zwischen Markkleeberger und Störmthaler See. Fachleute suchten gestern vergebens nach Lösungen.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. War das ein Kassenschlager: Wie sich Kate Winslet und Leonardo DiCaprio auf der Titanic anhimmelten, wie sie sich liebten, was für große Pläne sie schmiedeten, trotz aller Standesunterschiede. Am Ende machte ihnen bekanntlich ein großer Eisberg einen Strich durch die Rechnung und einen Riss ins Schiff. Der Rest ist traurige Geschichte.

Die soll sich bei den Hochzeitsplänen von Markkleeberg und Großpösna für ihre beiden Seen nicht wiederholen. Zwar wird sich bei ihnen kein Eisberg dazwischenschieben, aber massiv ist es schon, was sich da über den Winter im Verbindungskanal der Seen gebildet hat: Allein rund 35 Zentimeter dickes Eis wurde vor Ostern in der Schleuse gemessen.

Gestern kamen die Fachleute der beiden Kommunen und der Lausitzer und Mitteldeutscher Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) am eiskalten Hindernis zusammen um zu beraten, was zu tun ist. Das Ergebnis fassten sie wie folgt zusammen: "Die ursprünglich für Sonnabend, den 13. April 2013, geplante feierliche Eröffnung der Kanupark-Schleuse zwischen dem Markkleeberger und Störmthaler See und damit die Übergabe der ersten Seenverbindung im Leipziger Neuseenland muss aufgrund der schlechten Witterung leider verschoben werden", erklärten sie.

Ein dicker Eispanzer habe die Schleuse und den Störmthaler Kanal derzeit noch fest im Griff und mache die Nutzung der Schleuse derzeit unmöglich. Zudem verhindere das Eis notwendige Wartungsarbeiten, die zwingend vor der Eröffnung abgeschlossen sein müssten.

Verschiedene Szenarien spielten die Fachleute durch. So überlegten sie, das Eis in der Schleuse manuell zu zertrümmern, um die Wartung und die technische Abnahme durchführen zu können. Denn erst danach kann die Stadt Markkleeberg das Bauwerk endgültig von der LMBV übernehmen.

Das Schleusen-Eis sei denn auch nicht das Problem gewesen, so ein Teilnehmer. Nur da der Kanal ebenso massiv zugefroren sei, könnten die Schollen nicht abtransportiert oder rausgeschwemmt werden, so ein Teilnehmer. Der etwa 800 Meter lange Kanal bleibe auch bei offener Schleuse unpassierbar. Bis zuletzt hatten die Verantwortlichen noch auf einen Wetterumschwung gehofft - vergebens. Gestern sagten sie endgültig den Eröffnungstermin ab.

Ein neuer soll jetzt Mitte Mai sein. Erste Anfragen an die beteiligten Politiker und Ämter gingen bereits raus - in der Hoffnung, dass wenigstens dann keine Eisschollen mehr die Seen-Hochzeit verhindern werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.04.2013

Jörg ter Vehn

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