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Energieeffizienz ist in Zwenkau zuerst eine Kostenfrage

Energieeffizienz ist in Zwenkau zuerst eine Kostenfrage

In Zwenkau ticken die Uhren anders. Das wurde bei der jüngsten Ratssitzung deutlich. Zur Diskussion stand der von der CDU-Fraktion eingebrachte Antrag auf Beteiligung am European Energy Award.

Zwenkau. Mit dem Programm, das von der Sächsischen Energieagentur Saena begleitet und vom Freistaat gefördert wird, werden Energie- und Klimaschutzaktivitäten von Kommunen erfasst, bewertet und gesteuert. Ziel ist es, Einsparpotenziale aufzudecken, letztlich bares Geld für die arg strapazierten Stadtsäckel zu sichern.

Während sich der Markkleeberger Stadtrat Ende April einstimmig für die Teilnahme am European Energy Award aussprach (die LVZ berichtete), wurde der von Fraktionsvorsitzendem Wolf-Dietrich Einicke vorgestellte Antrag in Zwenkau kurz vor der Kommunalwahl fast zum Politikum und am Ende nur mit den Stimmen der CDU-Fraktion beschlossen. Die Freien Wähler stimmten geschlossen dagegen.

FDP-Stadtrat Heiko Metzlaff sah sich nach der wenig anschaulichen Präsentation von Einicke nicht ausreichend informiert, um eine Entscheidung treffen zu können. "Ich fühle mich überfordert. Warum wurde der Antrag nicht vorab im Ausschuss diskutiert, warum diese Hektik?" Heike Oehlert von der Freien Wählergemeinschaft "Gemeinsam für Zwenkau" sorgte sich um die Eigenmittel in Höhe von 2125 Euro. "Haben wir denn das Geld übrig?", wollte sie von Kämmerin Antje Bendrien wissen. Die Kosten für die Teilnahme belaufen sich laut Beschlussvorlage insgesamt auf 8500 Euro. Bis zu 75 Prozent, also maximal 6375 Euro, werden gefördert. Oehlerts Fraktionskollege Adalbert Rösch fürchtete gar, dass die Stadt in einen heute noch nicht abschätzbaren finanziellen Zugzwang geraten könnte. Susanne Schönherr von der CDU sah die Sache hingegen entspannt: "So eine Prüfung ist doch gut für die Stadt und die Umwelt. Ich kann nichts Negatives daran finden."

Das Problem: Die CDU-Fraktion und Bürgermeister Schulz haben es nicht verstanden, klar zu machen, dass Energiemanagement längst ein Thema für die Stadt ist und ein Mehrfaches der Eigen- und Investitionsmittel wieder reingeholt werden kann. Zu sehen beispielsweise in Markranstädt. Die "Energiesparstadt" beteiligt sich seit 2008 am European Energy Award, befindet sich inzwischen in der zweiten Zertifizierungsphase und hat den Schritt, wie Sprecherin Heike Helbig betont, nicht bereut.

Ines Engert, im Bauamt auch zuständig für Energieberatung, sieht Zwenkau "gut aufgestellt". Sie berichtete gestern von der 2010 in Anspruch genommenen Initialberatung Energieeffizienz für Kommunen, bei der alle städtischen Gebäude unter die Lupe genommen wurden. Und sie erinnerte an das im Zuge des Stadtumbau-Ost-Programms vorgestellte Modellvorhaben "Schule macht Energie - Energie fürs Denkmal". Dies sieht die Erarbeitung eines quartiersbezogenen Energie- und Klimaschutzkonzeptes für die östliche Innenstadt vor, mit dem Ziel, öffentliche Gebäude wie das Kulturkino langfristig zentral vom Schulzentrum aus mit Strom zu versorgen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2014

Ulrike Witt

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