Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Energiewende zum Anfassen
Region Markkleeberg Energiewende zum Anfassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 21.03.2016
Sonnige Aussichten: Karsten Schütze, Sören Kunis und Andreas Auerbach (v.l.) vor der Ökoschule. Quelle: André Kempner
Anzeige
Markkleeberg

In der Ökoschule können Schüler jetzt die Energiewende am praktischen Beispiel erleben. Rund die Hälfte des Strombedarfs wird ab sofort über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Rundbaus am Festanger gedeckt. Übergeben wurde die Anlage mit 3,6 Kilowatt Leistung bei strahlendem Sonnenschein und im Beisein von Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD).

„Die Anlage läuft in einem Contracting-Modell. Für das Umweltzentrum ist es das optimale Rundum-sorglos-Paket: keine Anschaffungskosten, Wartung, Instandhaltung und Reparaturen übernehmen die EnviaM“, erklärte Andreas Auerbach, Vertriebsvorstand des in Markkleeberg ansässigen Energiedienstleisters. Zu der rund 10 000 Euro teuren Photovoltaikanlage gehören ein Wechselrichter – sozusagen das Herzstück-, ein Speicher und ein Tablet.

„Der Speicher ist ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von zwei Kilowatt“, erläuterte Auerbach. Das reiche je nach Stromverbrauch für ein bis zwei Tage. Überwacht werde das System von einem Echtzeit-Informationsmodul. Daten wie Energieerzeugung und -verbrauch seien auf dem mitgelieferten Tablet jederzeit sofort sichtbar.

„Die Photovoltaik-Anlage ist für unsere Umweltpädagogik ein großer Gewinn. Sie gibt uns die Möglichkeit, unsere Unterrichtsmodule um einen Baustein zu erweitern“, sagte der Leiter der Ökoschule, Sören Kunis. Dass die Kinder und Jugendlichen auf dem Tablet, Daten wie Erzeugung, Gesamtverbrauch und Netzbezug ablesen können, erleichtere ihnen den Zugang zum Thema Solarenergie. „So können sie die technischen und die umweltrelevanten Zusammenhänge besser verstehen“, sagte Kunis.

Am Donnerstag machte allerdings ein Marder einen Strich durch die Rechnung. Das Tier hatte just in der Nacht vor der Übergabe die Leitung mit einem kräftigen Biss gekappt. „Die Tatzeit steht fest: Um 1.25 Uhr hat die Batterieentladung abrupt aufgehört“, stellte Auerbach fest.

Die Leitung ließ sich schnell reparieren. Dies wird beim Dach nicht notwendig sein. Denn die Photovoltaik-Anlage wurde nicht verschraubt, sondern „statisch sicher aufgestellt“, wie ein EnviaM-Techniker erklärte. Schütze freute sich: „Klasse, dass wir nachhaltig selbst Energie produzieren und unser schönes Dach dabei keinen Schaden nimmt.“

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Tage der Brachfläche an der Ecke Leipziger-/Bahnhofstraße sind gezählt. Wo früher der Gasthof Adler stand, soll an der Einfallstraße zum Stadthafen das neue Gesundheitszentrum Zwenkau – ein Wohn- und Ärztehaus - entstehen. Bauherr ist die GZZ GmbH & Co. KG mit Sitz in Leipzig.

21.03.2016

In Störmthal hat diese Woche der Ausbau der Ortsdurchfahrt begonnen. In mehreren Etappen soll bis 2018 die Dorfstraße grundhaft ausgebaut werden.

19.03.2016

Der Landkreis Leipzig wird dieses Jahr definitiv eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Markkleeberg errichten. Wann und wo ist noch völlig offen“, erklärte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) diese Woche dem Stadtrat.

19.03.2016
Anzeige