Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg „Entscheidend ist das Interesse“
Region Markkleeberg „Entscheidend ist das Interesse“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 09.09.2017
Mit Plüschkuh und Mini-Mähdrescher auf Werbezug: Henning Güntherodt (rechts) von der Agrargenossenschaft Elsteraue und Yvonne Kern vom Kreisbauernverband stellen im Freien Gymnasium grüne Berufe vor. Quelle: André Kempner
Anzeige
Zwenkau

„Beruf trifft Schule“ hieß es am Freitag im Freien Gymnasium. Unternehmen aus der Stadt und der Region informierten über Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten jenseits vom Studium.

„Gibt es jemand, der in die Landwirtschaft will?“, fragte Yvonne Kern, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes. Betretene Mienen im Biokabinett, Begeisterung sieht anders aus. „Nee, ich will in die Forschung, Gentechnik und so“, meinte Mathias Gora, 16, aus der 11a. Kern kennt das. „Wir haben keinen Mangel, suchen aber, wie andere auch, in Schulen gezielt Nachwuchs“, erklärte sie. Insgesamt 14 Ausbildungsberufe, darunter Land- und Tierwirt, Fachkraft für Agrarservice und Gärtner, würden angeboten, einige auch vor Ort in der Agrarproduktion Elsteraue.

Florian Bitterlich von der Peiser electrotechnik GmbH warb für das Berufsbild Elektroniker für Automatisierungstechnik mit Spezialisierung Schaltanlagenbau. „Geeignete Lehrlinge zu finden, ist nicht einfach. Bei uns ist Mathe und Physik wichtig und die Erfahrung hat gezeigt, ohne Realschulabschluss oder Abitur geht es nicht“, machte der junge Mann deutlich. Die Zeugnisse belegten, dass viele gerade in den Fächern schwächeln. „Entscheidend ist letztlich das Interesse. Wenn das vorhanden ist, kann auch jemand mit einer 3 in Mathe im Vorstellungsgespräch punkten“, so Bitterlich.

Am Interesse fehlte es gestern Vormittag etlichen Gymnasiasten in Zwenkau: Weil die Entscheidung über den Berufsweg noch fern ist, wie bei der 14-jährigen Nele, das Studienfach längst feststeht oder einfach das Smartphone alle Aufmerksamkeit forderte.

„Es gab auch schon einige, die Fragen gestellt haben“, meinte Yvonne Krug vom Architekturbüro Sahlmann und Partner schmunzelnd. Mit ihrer Kollegin Silke Chwalek beschrieb sie in der neuen Turnhalle, wie diese von ihnen geplant wurde. „Ihr solltet einen guten Durchschnitt in Mathe mitbringen und auch in der Lage sein, einen ordentlichen Brief an einen öffentlichen Bauherrn zu schreiben“, betonte Chwalek. Die Chance, sich für ein Schülerpraktikum oder einen Ferienjob zu bewerben, beeindruckte wenig.

„Uns ist es wichtig, den Schülern Alternativen aufzuzeigen. Wer kennt schon die Optionen, die es in Zwenkau gibt? Das kann auch ein duales Studium mit Berufsausbildung sein“, so Lehrerin Grit Haubold, am Freien Gymnasium für Berufsorientierung zuständig.

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Was macht eigentlich der sächsische Landtag? Wer sitzt drin und entscheidet was? Erklärungen in leichter Sprache, speziell für Menschen mit geistigen Einschränkungen, gibt es jetzt in der druckfrischen Broschüre „Der sächsische LAND-TAG“.

08.09.2017

Ein dreister Trickbetrüger treibt in Markkleeberg sein Unwesen. Der Mann gab sich als GEZ-Mitarbeiter aus, wollte die Kontoauszüge einer 76-jährigen Frau als Beleg für die Gebührenzahlung sehen. Am Ende stahl er seinem Opfer das Sparbuch. Die Polizei sucht nun nach Hinweisen.

07.09.2017
Markkleeberg Markkleeberger Musikgeschichte - Kulturkalender 2018 in Arbeit

Mit dem Kulturkalender 2018 will sich der neu gegründete Förderkreis Kulturgeschichte Markkleeberg vorstellen. Vereinsvorsitzende Evelin Müller, Stellvertreterin Ingrid Diestel und Schatzmeister Jörg Hasse haben es sich zur Aufgabe gemacht, die weniger bekannten Stadtgeschichten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

07.09.2017
Anzeige