Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Entscheidung für Wasserschlange vom Markkleeberger See zur Pleiße
Region Markkleeberg Entscheidung für Wasserschlange vom Markkleeberger See zur Pleiße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:01 28.03.2018

Das ist die Position, die in einer Beratung vor wenigen Tagen übereinstimmend von den Tagebausanierern der LMBV, der Stadt Markkleeberg, dem Zweckverband Kommunales Forum Südraum Leipzig und dem Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen vertreten wurde.

Vorausgegangen waren etliche Untersuchungen und Prüfungen, ob der geplante etwa 1,4 Kilometer lange Kanal vom nordwestlichen Ufer des Sees unter der Seenallee, der Mönchereistraße und der B 2/95 hindurch auch wirklich nötig ist, oder es eine weniger aufwändige Alternative gibt. Im Ergebnis seien die bisherigen Planungen bestätigt worden, sagte gestern der Leiter der Regionalen Planungsstelle, Prof. Andreas Berkner. Wie berichtet, waren selbst die Konzepte zur hochwassergefährdeten Gösel bei Dreiskau-Muckern, die vor zwei Jahren beinahe den Störmthaler See zum Überlaufen gebracht hatte, in die Bearbeitung miteingeflossen.Der Markkleeberger See verfügt mit der Kleinen Pleiße eigentlich über einen Abfluss. Die Erfahrung habe aber gezeigt, dass dieser nur bei normalen Wasserständen funktioniere, so Berkner. "Bei größeren Ereignissen kommt die Kleine Pleiße an ihre Grenzen." In den nächsten drei Jahren werde es trotzdem nichts mit der Umsetzung der Wasserschlange. Die Gewässerverbindung sei zwar genauso wichtig wie der Harthkanal zwischen Zwenkauer und Cospudener See, so Berkner. Aber für beides gleichzeitig sei nicht genügend Geld da. Die Kosten der Wasserschlange werden derzeit auf 15 Millionen Euro geschätzt. Die Beteiligten seien sich im Klaren, dass das Genehmigungsverfahren für die Wasserschlange durch die Aulandschaft von Markkleeberg-Ost hindurch kompliziert sein könne, so Berkner. "Fragen des Artenschutzes zum Beispiel müssen beantwortet werden. Das zu lösen geht nicht unter Zeitdruck." Deshalb solle das Gespräch mit den Naturschutzverbänden gesucht werden, wie auch eine Lösung für die kritisierte Störstellenbeseitigung auf der Pleiße gefunden werden müsse. Wie berichtet, ist die geplante Wasserschlange Bestandteil des so genannten gewässertouristischen Kurses 5 im Neuseenland. Diese Route könne helfen, den Druck auf den sensiblen Floßgraben abzubauen, erklärte Berkner. "Die Besucherströme würden sich verteilen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2015
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nicht nur, dass sich die Seen entwickelt haben, in diesem Jahr etwa der Zwenkauer See übergeben wird, der Schleusenbau zwischen dem mit 970 Hektar größten Gewässer bei Leipzig und dem Cospudener See beginnt. Auch das Standortmarketing für das Ne

19.05.2015

Der Braunkohlesanierer LBMV will mit einem Graben in Markkleeberg bei Leipzig Hausbesitzer gegen wiederaufsteigendes Grundwasser schützen. Wie die Stadtverwaltung Markkleeberg am Donnerstag mitteilte, soll er 470 Meter lang sein und in die Gewässer der Kleinen Pleiße führen.

05.02.2015

Großpösna. Sie war fast 30 Jahre lang mit 590 Meter Länge die größte fahrbare Maschine der Welt, hat im Südraum eine ganze Landschaft verändert, 14 Dörfer verschwinden und zwei Seen entstehen lassen.

19.05.2015
Anzeige