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Entwurf für die „Wasserschlange“ liegt im Rathaus öffentlich aus

Neuer Kanal geplant Entwurf für die „Wasserschlange“ liegt im Rathaus öffentlich aus

Für eines der größten Bauvorhaben der nächsten Jahre in Markkleeberg liegen derzeit die Pläne im Rathaus aus: Die sogenannte Wasserschlange soll einmal den Markkleeberger See mit der Pleiße verbinden.

Über die Wasserschlange soll Überschusswasser aus dem Markkleeberger See (Foto) in die Pleiße abgeleitet werden. Zugleich soll der Kanal eine schiffbare Verbindung nach Leipzig schaffen.

Quelle: Andre Kempner

Markkleeberg. Für eines der größten Bauvorhaben der nächsten Jahre in Markkleeberg liegen derzeit die Pläne im Rathaus aus: Die sogenannte Wasserschlange soll einmal den Markkleeberger See mit der Pleiße verbinden.

13 Ordner benötigt der Planfeststellungsantrag des Zweckverbandes Kommunales Forum Südraum Leipzig. In ihnen sind unter anderem die 15 größeren Einzelvorhaben des Baus aufgeschlüsselt, genau beschrieben und untersucht. Diese reichen vom Bau der Mönchereischleuse über den 1,4 Kilometer langen Bootskanal bis zu Molen und Buhnen am Auslass zum Markkleeberger See, beinhalten zudem Fischabstiegsanlage, Begleitweg am Kanal, die Anbindungen von Kleiner Pleiße und Mühlpleiße sowie die drei Brücken unter Seenallee, Mönchereistraße und den Hauptwirtschaftsweg hindurch. Ein hochkomplexes Vorhaben. Zwischen 24 und 30 Monaten Bauzeit sagt denn auch der Antrag voraus, Baustart könnte im Juni 2020 sein, wenn alles gut geht bei der Genehmigung.

Wie berichtet, wollen Zweckverband und Tagebausanierer mit der Wasserschlange zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Neben der Anbindung des Markkleeberger und damit des Störmthaler Sees an das Leipziger Gewässernetz soll auch das Überschusswasser der beiden Seen über den Kanal abtransportiert werden. Aktuell geschieht dies über die Kleine Pleiße. Das Auslaufbauwerk wurde dafür sogar eigens noch ertüchtigt, aber die Größe sei „nicht ausreichend“, so die Planer. Im Durchschnitt 0,415 Kubikmeter je Sekunde, rund die Hälfte davon aus dem Störmthaler See, solle der Ableiter aufnehmen. Wasserwirtschaftlich und wasserrechtlich sei die Erhöhung der Abflusskapazität erforderlich, stehe in einem „besonderen öffentlichen Interesse“, heißt es in den Papieren. Durch einen Mindestabfluss müsse zudem zwingend verhindert werden, dass Pleißewasser in den See fließen kann, heißt es.

Für „gewässerangepasste Boote“ bis 8,25 Meter Länge, 2,30 Meter Breite und 30 Zentimeter Tiefgang soll der Kanal schiffbar sein. Unter der B2-Brücke, wo er im Bett der bestehenden Mühlpleiße verläuft, ist er nur einspurig befahrbar, sonst zweispurig. Trotzdem empfehlen die Planer eine Höchstgeschwindigkeit von fünf Stundenkilometern auf dem Gewässer. An der Pleiße entsteht die Mönchereischleuse, die den Höhenunterschied von 3,31 Meter überwinden soll. Zwischen den Toren soll deren Becken 25,60 Meter lang und 4,50 Meter breit sein.

Die Unterlagen sind noch bis zum 27. September im Zimmer 006 für jedermann im Rathaus einzusehen. Wer Einwendungen gegen das Vorhaben oder Vorschläge dafür hat, kann diese bis zum 11. Oktober 2017 schriftlich gelten machen.

Von Jörg ter Vehn

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