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Markkleeberg Enviatel hilft Kinderheim in Markkleeberg
Region Markkleeberg Enviatel hilft Kinderheim in Markkleeberg
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14:04 19.05.2015
Besuch im Heim: Frank Mirtschin, Justin und Katrin Stephan (v. li.). Quelle: André Kempner

"Kinderschicksale berühren", sagt der Manager. Aufmerksam hört er Heimleiterin Katrin Stephan zu. "Wir betreuen 16 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 18 Jahren. Viele haben Gewalt erfahren oder wurden im Elternhaus vernachlässigt. Unser Ziel ist es, die Kinder so gut wie möglich groß zu bekommen." Und dabei wollen Mirtschin und die Mitarbeiter der Enviatel helfen.

"Wir sind ein regionales Unternehmen. Zum wirtschaftlichen Engagement gehört für uns zwingend das soziale. Und wo ist das wichtiger als hier im Kinderheim", erklärt Mirtschin. In der Hand hält er einen Scheck über 1000 Euro. Das Geld ist für eine neue Couch im Gruppenzimmer in der ersten Etage gedacht. Es ist nicht das erste Mal, dass die Enviatel unter die Arme greift. "Voriges Jahr bei der Juni-Flut, als unser Keller und der Garten unter Wasser standen, haben uns Ihre Kollegen gerettet", erzählt sie ihrem Gast dankbar.

Inzwischen ist längst eine Patenschaft gewachsen, fühlt sich das Unternehmen für die Villa, ihre jungen Bewohner und das zwölfköpfige Erzieher- und Hausmeisterteam irgendwie verantwortlich. Am Kaffeetisch schmieden Mirtschin und Stephan Pläne für 2015. Kerstin Thiele, Assistentin der Enviatel-Geschäftsführung, hat sich im Vorfeld die "Baustellen" angeschaut. Nun soll das Außengelände beim jährlichen Teameinsatz neu gestaltet, Mobiliar für drinnen beschafft werden. Außerdem will die Enviatel über Intranet und Facebook bei der Erstausstattung von Wohnungen helfen. Denn wer volljährig wird, muss das Heim verlassen.

Stephan setzt auf solch langfristige Unterstützung. "Gerade jetzt in der Adventszeit werden unsere Kinder mit Geschenken regelrecht überschüttet. Wichtiger ist aber Kontinuität, denn uns gibt es 365 Tage im Jahr und nicht nur in der Vorweihnachtszeit, wenn alle spenden", betont sie. Auf ihrer Wunschliste stehen denn auch ein paar handfeste Dinge: "Wir suchen einen Fahrer, der die Kinder mit unserem Auto zu Arbeitsgemeinschaften oder Arztterminen bringt - natürlich ehrenamtlich." Außerdem würden ein handwerklich begabter Mann gebraucht, der mit den Kindern in der bislang weitgehend ungenutzten Werkstatt werkelt, ein Kaninchenzüchter oder Tierarzt, der alle zwei Monate kommt und den Langohren die Krallen schneidet, sowie Paten, die beim Schreiben von Bewerbungen und Anträgen helfen, oder sich an den Kosten für AGs beteiligen.

Interessierte melden sich bitte unter Telefon 0341 3586975 bei Stephan.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.12.2014
Ulrike Witt

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